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Der durch die Wand geht

FRESENIUS Stephan Sturm war ein erfolgreicher CFO. Als er CEO wird, geht er ins Risiko und greift daneben. Nun muss er um seinen Job kämpfen.
Von Dietmar Palan

CHEF­ARZT­VI­SI­TE Ste­phan Sturm im Kli­ni­kum Ber­lin-Buch, Teil von Fre­se­ni­us

Vor ein paar Mi­nu­ten hat sich Ste­phan Sturm (54) die ver­wa­sche­ne grü­ne Hose samt Kit­tel über­ge­zo­gen. Die Füße ste­cken in oran­ge­far­be­nen Gum­mi­schu­hen Grö­ße 45, die Haa­re un­ter ei­ner Hau­be. Mund und Nase sind hin­ter ei­nem Mund­schutz ver­bor­gen.

Jetzt steht er zwei Me­ter vom OP-Tisch ent­fernt. Chef­vi­si­te im He­li­os Kli­ni­kum Ber­lin-Buch! Der CEO des Ge­sund­heits­dienst­leis­ters Fre­se­ni­us, zu dem Ket­te und Kran­ken­haus ge­hö­ren, schaut re­gel­mä­ßig in sei­nen Häu­sern vor­bei; Sturm will die Ba­sis sei­nes Ge­schäfts ver­ste­hen.

Sein Blick geht zu dem Chir­ur­gen vor ihm, wan­dert wei­ter zu dem Me­tall­ham­mer in der Hand des Ober­arz­tes. Ein As­sis­tenz­arzt saugt mit ei­nem Schlauch Blut ab, es gur­gelt und zischt, ein zwei­ter Arzt hält die OP-Wun­de mit Klam­mern of­fen. Ein paar ge­ziel­te Schlä­ge auf den Mei­ßel, und der künst­li­che Kopf des neu­en Ge­lenks springt in die frisch ein­ge­setz­te Kno­chen­pfan­ne.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2018.