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Der Bote als Sündenbock

Verteidigen Sie Ihre Forschung Die Studie: Christina Rott von der Universität Maastricht und Orsola Garofalo von der Copenhagen Business School haben die Kommunikation negativer Entscheidungen untersucht. Sie wollten wissen, wie Betroffene reagieren, wenn die Verantwortlichen andere vorschicken, um harte Botschaften zu verkünden. Das Ergebnis: Die Geschädigten schlagen umso härter zurück – und auch der Bote kriegt sein Fett ab.

Die These: CEOs müssen schlechte Nachrichten selbst übermitteln.

Frau Pro­fes­so­rin Rott, wie sind Sie zu Ih­ren Er­geb­nis­sen ge­kom­men?

Rott Wir ha­ben im La­bor Stu­den­ten in Vie­rer­grup­pen ein­ge­teilt. Ein Pro­band konn­te be­schlie­ßen, 20 Euro fair oder un­fair auf­zu­tei­len. Dann soll­te er ent­schei­den, ob er dies den an­de­ren selbst oder über ein zu­fäl­lig aus­ge­wähl­tes Grup­pen­mit­glied mit­tei­len woll­te. Der Bote war nur Über­brin­ger der Nach­richt, hat­te also kein Mit­spra­che­recht. In der un­fai­ren Va­ri­an­te er­hielt er aber eben­so neun Euro wie der Ent­schei­der; in der fai­ren Va­ri­an­te be­ka­men alle Grup­pen­mit­glie­der fünf Euro. Die üb­ri­gen bei­den Stu­den­ten konn­ten, nach­dem sie über die Auf­tei­lung in­for­miert wor­den wa­ren, wäh­len, ob sie den Bo­ten und den Ent­schei­dungs­trä­ger be­stra­fen woll­ten: Sie konn­ten die Aus­zah­lung der bei­den re­du­zie­ren, was sie selbst aber den ih­nen ver­blie­be­nen Euro kos­te­te.

Wie stark durf­te die Be­stra­fung sein?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2018.