CEO-Gespräch

„Exklusi­vität ist der zentrale Faktor“

Mike Flewitt hat aus McLaren eine international renommierte Marke für Supersportwagen gemacht. Hier spricht der Automanager über seine sehr spezielle Kundschaft, Anteilseigner, die gern auf die Dividende verzichten, und über die ungewöhnliche Zusammenarbeit mit seiner Ehefrau, einer Rennfahrerin.

Chef im Over­all In sei­ner Frei­zeit fährt Mike Fle­witt Au­to­ren­nen in his­to­ri­schen Mo­del­len

Die Mar­ke McLa­ren hat eine un­ge­wöhn­li­che Ge­schich­te: Ge­star­tet im Jahr 1966 als For­mel-1-Team des le­gen­dä­ren Renn­fah­rers Bru­ce McLa­ren, baut der in­dus­tri­ell ar­bei­ten­de Un­ter­neh­mens­zweig erst seit 2011 stra­ßen­taug­li­che Su­per­sport­wa­gen. Die Mo­del­le sind ra­di­ka­ler als die des Wett­be­werbs: Wäh­rend Fer­ra­ri auch Vier­sit­zer baut und Lam­bor­ghi­ni so­gar ein SUV an­bie­tet, be­schränkt sich McLa­ren auf hoch­mo­to­ri­sier­te, leicht­ge­wich­ti­ge Zwei­sit­zer mit Kar­bon-Chas­sis, tief lie- gen­dem Schwer­punkt und Mit­tel­mo­tor­bau­wei­se, was für be­son­ders sport­li­che Fahr­leis­tun­gen sorgt. Alle Mo­del­le sind schnel­ler als 300 Stun­den­ki­lo­me­ter.

Die­ses Kon­zept ist bis­lang auf­ge­gan­gen: Schon 2014, drei Jah­re nach dem Pro­duk­ti­ons­start, war McLa­ren Au­to­mo­ti­ve pro­fi­ta­bel; die Stei­ge­rungs­ra­te der Ab­satz­zah­len er­reich­te im Jahr 2018 sen­sa­tio­nel­le 45 Pro­zent ge­gen­über dem Vor­jahr. Welt­weit wur­den gut 4800 McLa­ren-Sport­wa­gen ver­kauft, in 2019 ist die Zahl in etwa gleich ge­blie­ben.

Er­reicht hat die­ses spek­ta­ku­lä­re Wachs­tum vor al­lem CEO Mike Fle­witt, der das Un­ter­neh­men seit 2013 lei­tet: Der ur­bri­ti­sche Ma­na­ger mit der ho­hen Stirn und dem lan­des­ty­pi­schen Hu­mor sam­mel­te über Jahr­zehn­te Er­fah­run­gen in der Au­to­mo­bil­in­dus­trie – bei Lu­xus­mar­ken wie Bent­ley, aber auch bei Mas­sen­her­stel­lern wie Ford.

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