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Was wir nicht wissen wollen

Die Studie: Emily Ho von der Northwestern University und zwei Forscherkollegen haben mehr als 2300 Menschen gefragt, ob sie Informationen bekommen wollen, die nützlich für sie sein könnten. Etwa: Wie wird Ihre Rente im Vergleich zu der von Altersgenossen ausfallen? Wie ist Ihre letzte Präsentation angekommen? Wie schätzen Kollegen Ihre Stärken und Schwächen ein? 32 Prozent der Befragten wollten die Antworten nicht hören.
Die These: Wir vermeiden Informationen, die uns weiterhelfen könnten.


Frau Ho, wie­so sind Ihre Stu­di­en­er­geb­nis­se be­mer­kens­wert?

Ho Wir glau­ben land­läu­fig, dass Men­schen dar­auf er­picht sind, an In­for­ma­tio­nen zu kom­men, die ih­nen nut­zen. Das ist die Grund­idee hin­ter Mar­ke­ting und Ge­sund­heits­kom­mu­ni­ka­ti­on. Wir ha­ben aber in ver­schie­de­nen Sze­na­ri­en be­ob­ach­tet, dass zwi­schen 15 und 50 Pro­zent der von uns be­frag­ten Men­schen In­for­ma­tio­nen ab­lehn­ten, die wir ih­nen an­bo­ten. Dies ist die ers­te Stu­die, die die­ses Phä­no­men breit un­ter­sucht. Wir ha­ben ge­zeigt, dass es ein ernst zu neh­men­des The­ma ist. Es geht nicht nur um ein­zel­ne Men­schen, die den Kopf in den Sand ste­cken.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.