Agilität

Maß halten

Starke Teams gelten heute als Erfolgsgarantie. Doch wer es mit der Zusammenarbeit übertreibt, vergeudet wertvolle Ressourcen. Führungskräfte sollten genau hinsehen, bevor sie Aufgaben verteilen.

Von Elaine Pulakos, Robert B. Kaiser

Wohl noch nie war ef­fek­ti­ve Zu­sam­men­ar­beit so wich­tig wie heu­te. Schließ­lich ha­ben Un­ter­neh­men es mehr denn je mit ei­nem vo­la­ti­len wirt­schaft­li­chen Um­feld zu tun, das er­heb­li­che Ge­fah­ren birgt. In ei­ner sol­chen Si­tua­ti­on, so die vor­herr­schen­de Leh­re, soll­ten Un­ter­neh­men ra­di­kal auf Team­ar­beit set­zen. Die Theo­rie be­sagt, dass die Ar­beit in Teams – vor al­lem in sol­chen, die eine Viel­falt von Fä­hig­kei­ten und per­sön­li­chen Hin­ter­grün­den bün­deln – In­no­va­tio­nen för­dert, Agi­li­tät er­mög­licht und ge­ne­rell zu bes­se­ren Er­geb­nis­sen führt.

Un­se­re jüngs­ten Un­ter­su­chun­gen le­gen je­doch nahe, dass der mas­si­ve Ein­satz von Team­ar­beit sehr oft nicht zu den er­war­te­ten Re­sul­ta­ten führt. Gar nicht so sel­ten be­hin­dert sie ef­fi­zi­en­tes Ar­bei­ten.

Ge­lun­ge­ne Ko­ope­ra­ti­on und pro­duk­ti­ves Ar­bei­ten im Team sind in der Pra­xis schwer zu er­rei­chen. Men­schen mit un­ter­schied­li­chen Fach­kennt­nis­sen zu­sam­men­zu­brin­gen kann In­no­va­ti­on so­gar ver­hin­dern, an­statt sie zu för­dern. Der Grund: Oft ent­ste­hen un­ter sol­chen Be­din­gun­gen Span­nun­gen im Team. Etwa wenn Grup­pen­mit­glie­der um Po­si­tio­nen buh­len, Macht an sich rei­ßen oder In­for­ma­tio­nen zu­rück­hal­ten, um Ter­rain zu ver­tei­di­gen.

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