Führung

Wem wir vertrauen

Wir vertrauen anderen Menschen von Natur aus, darauf ist unser Gehirn eigentlich ausgelegt. Trotzdem geht Vertrauen im Arbeitsalltag oft verloren. Wenn Sie die neurologischen Zusammenhänge verstehen, können Sie es gezielt wieder aufbauen.

Von Paul J. Zak

Ver­trau­en ist Grund­vor­aus­set­zung für die Welt­wirt­schaft – ohne Ver­trau­en wä­ren die meis­ten Ge­schäf­te un­mög­lich. Ver­trau­en ist auch ein Merk­mal leis­tungs­star­ker Or­ga­ni­sa­tio­nen. Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter von so­ge­nann­ten High-Trust-Un­ter­neh­men sind pro­duk­ti­ver, zu­frie­de­ner mit ih­rem Job, zei­gen mehr Ein­satz­freu­de, wech­seln sel­te­ner den Ar­beit­ge­ber und sind so­gar ge­sün­der als Be­schäf­tig­te in Fir­men mit schwa­cher­Ver­trau­ens­kul­tur. Fir­men, die bei ih­ren Kun­din­nen und Kun­den Ver­trau­en stär­ken, wer­den mit grö­ße­rer Treue und hö­he­ren Ver­kaufs­zah­len be­lohnt. Und Ver­hand­lungs­füh­rer, die sich ver­trau­ens­voll be­geg­nen, wer­den eher pro­fi­ta­ble Ab­schlüs­se ma­chen.

Ob­wohl Ver­trau­en in der Wirt­schaft also eine zen­tra­le Rol­le spielt, wa­ren die neu­ro­bio­lo­gi­schen Grund­la­gen bis vor Kur­zem noch nicht ein­ge­hend er­forscht. Im Lau­fe der ver­gan­ge­nen 20 Jah­re ha­ben Wis­sen­schaft­ler her­aus­ge­fun­den, war­um wir Frem­den ver­trau­en, wel­ches Füh­rungs­ver­hal­ten zu Ver­trau­ens­ver­lust führt und wie neu­ro­bio­lo­gi­sche Er­kennt­nis­se dazu bei­tra­gen kön­nen, das Ver­trau­en zwi­schen Kol­le­gen zu stär­ken – ein Fak­tor, der Un­ter­neh­men si­gni­fi­kant er­folg­rei­cher macht.

Die Bio­lo­gie des Ver­trau­ens

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.