Fallstudie

Soll Alex das Projekt weiter vorantreiben oder das Kaufangebot annehmen? Unsere Experten antworten.

In die­sem Fall soll­te Alex lie­ber den Spatz in der Hand neh­men als die Tau­be auf dem Dach. Alex soll­te den Deal mit den ka­sa­chi­schen In­ves­to­ren durch­zie­hen und von den Wer­ten pro­fi­tie­ren, die er mitt­ler­wei­le ge­schaf­fen hat. Könn­te er die Ent­schei­dung auf spä­ter ver­schie­ben und mehr ver­die­nen? Viel­leicht. Aber er könn­te auch al­les ver­lie­ren. Und das ist in die­ser Pha­se kein loh­nens­wer­tes Ri­si­ko.

In mei­ner Funk­ti­on bei Avi­son Young be­ra­te ich re­gel­mä­ßig Men­schen bei sol­chen Ent­schei­dun­gen. Hier geht es um ein kom­ple­xes in­ter­na­tio­na­les Ent­wick­lungs­pro­jekt, und sein Er­folg ist ab­hän­gig von ört­li­chen Pla­nungs­ge­neh­mi­gun­gen, Bau­teams und Mie­tern, die ein neu­es Bü­ro­ge­bäu­de be­nö­ti­gen. Und das al­les fin­det mit­ten in ei­ner Pan­de­mie und ei­nem wirt­schaft­li­chen Ab­schwung statt. Da müs­sen vie­le Puz­zle­teil­chen zu­sam­men­pas­sen.

Dar­über hin­aus ha­ben Un­ter­neh­men und Mit­ar­bei­ter in Zei­ten des Ho­me­of­fice er­kannt, dass sie wirk­lich nicht je­den Tag im Büro sein müs­sen. Fle­xi­ble Ar­beits­for­men ha­ben der­zeit Kon­junk­tur, und mit dem Ein­satz der rich­ti­gen Tech­no­lo­gie kön­nen vie­le Men­schen von über­all aus zu je­der Zeit ar­bei­ten. Bü­ro­schreib­ti­sche in Nord­ame­ri­ka wer­den ty­pi­scher­wei­se nur in der Hälf­te der Ar­beits­zeit ge­nutzt. Schon vor der Kri­se ha­ben Un­ter­neh­men ihre Im­mo­bi­li­en­kos­ten hin­ter­fragt. Ich glau­be, sie wer­den sie wei­ter ab­spe­cken.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 10/2020.