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Zu lange gewartet

Viele Mittelständler in Europa scheuen vor dem Einsatz künstlicher Intelligenz zurück. Um nicht den Anschluss zu verlieren, müssen sie jetzt schnell umsteuern. Eine Studie zeigt, was passieren kann, wenn nichts passiert.

Von Britta Domke

Der wich­tigs­te Satz zu­erst: Ohne den Ein­satz von künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) wer­den Un­ter­neh­men dem­nächst nicht mehr wett­be­werbs­fä­hig sein. Punkt. Ist doch klar, wird sich an die­ser Stel­le so man­che Füh­rungs­kraft den­ken – vor al­lem dann, wenn sie in ei­nem um­fas­send di­gi­ta­li­sier­ten Kon­zern ar­bei­tet.

Doch für Ma­na­ger mit­tel­stän­di­scher Un­ter­neh­men ist das nicht im­mer klar.Vie­len von ih­nen gel­ten künst­li­che In­tel­li­genz und ma­schi­nel­les Ler­nen noch als teu­re Tech­nik­spie­le­rei mit un­kla­rem Nut­zen. Und so war­ten sie lie­ber ab, wie sich die Din­ge ent­wi­ckeln, statt schleu­nigst Ge­schäfts­mo­del­le und Pro­duk­ti­ons­me­tho­den KI-ge­recht um­zu­bau­en. Die­se be­un­ru­hi­gen­de Ta­ten­lo­sig­keit be­legt eine Stu­die der Uni­ver­si­tät des Saar­lan­des und der Ro­land Ber­ger Stif­tung für eu­ro­päi­sche Un­ter­neh­mens­füh­rung. Da­für be­frag­ten die Wis­sen­schaft­ler um As­hok Kaul, Pro­fes­sor für Wirt­schafts­po­li­tik, 200 mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men des ver­ar­bei­ten­den Ge­wer­bes in acht eu­ro­päi­schen Län­dern so­wie 20 KI-Ex­per­ten.

Ihr Fa­zit: Mit­tel­stän­di­sche Un­ter­neh­men in Eu­ro­pa sind der­zeit noch weit da­von ent­fernt, die Mög­lich­kei­ten von KI voll aus­zu­schöp­fen. Schlim­mer noch, es fehlt ih­nen in solch gra­vie­ren­dem Maße an Know-how, dass vie­le Un­ter­neh­men KI-An­wen­dun­gen der­zeit nur mit ex­ter­ner Un­ter­stüt­zung ein­füh­ren könn­ten. Die Pro­ble­me sind haus­ge­macht: Ge­ra­de mal ein Drit­tel der be­frag­ten Un­ter­neh­men (34 Pro­zent) gibt an, sich schon ein­mal ernst­haft mit KI be­schäf­tigt zu ha­ben. Nur 32 Pro­zent ver­fü­gen be­reits über eine aus­ge­ar­bei­te­te KI-Stra­te­gie oder sind da­bei, eine zu er­stel­len. Und le­dig­lich 15 Pro­zent der Mit­tel­ständ­ler bie­ten ih­ren Mit­ar­bei­tern die Mög­lich­keit, KI-re­le­van­te Qua­li­fi­ka­tio­nen zu er­wer­ben. 24 Pro­zent ha­ben sol­che Wei­ter­bil­dun­gen ge­plant.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.