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Schöne Bürde

Verteidingen Sie Ihre Forschung Die Studie: Für eine Untersuchung über die Auswirkungen von Attraktivität entwarf die Managementprofessorin Leah D. Sheppard fiktive Artikel über geplante Entlassungen in Unternehmen. Fotos darin zeigten jene Führungskräfte, die diesen Schritt angeblich verkündet hatten. War darauf eine sehr attraktive Frau zu sehen, bewerteten Probanden sie als weniger aufrichtig und plädierten eher dafür, sie selbst zu entlassen.
Die These: Schönheit bringt weiblichen Führungskräften Nachteile.

Frau Sheppard, wie ha­ben Sie Ihre Ex­pe­ri­men­te auf­ge­baut?

Sheppard In den Ar­ti­keln, die wir für die Ex­pe­ri­men­te ver­fass­ten, zi­tier­ten wir eine Füh­rungs­kraft des Un­ter­neh­mens: Grund für die Ent­las­sun­gen sei die wirt­schaft­li­che Ge­samt­si­tua­ti­on, nicht etwa Feh­ler im Un­ter­neh­men. Dann re­kru­tier­ten wir männ­li­che und weib­li­che Pro­ban­den in den USA über Me­cha­ni­cal Turk – eine On­line­platt­form, de­ren User meist ge­bil­de­ter sind als der Rest der Be­völ­ke­rung. Wir teil­ten sie in vier Grup­pen auf und zeig­ten je­der ein an­de­res Foto der Spre­che­rin oder des Spre­chers, die die Ent­las­sun­gen ver­kün­de­ten: ent­we­der eine sehr at­trak­ti­ve Frau, eine we­ni­ger at­trak­ti­ve Frau, ei­nen sehr at­trak­ti­ven Mann oder ei­nen we­ni­ger at­trak­ti­ven Mann. Wir hat­ten zu­vor an­de­re Pro­ban­den ge­be­ten, die At­trak­ti­vi­tät der ge­zeig­ten Füh­rungs­kräf­te zu be­wer­ten. Und um Ein­heit­lich­keit zu ge­währ­leis­ten, hat­ten alle Ab­ge­bil­de­ten wei­ße Haut­far­be und tru­gen Busi­ness­klei­dung.

Zu­dem setz­ten wir für jede At­trak­ti­vi­täts­ka­te­go­rie zwei Frau­en und Män­ner ein, auch wenn je­der Pro­band nur eine Per­son sah. Da­mit woll­ten wir si­cher­stel­len, dass der Ef­fekt nicht von ir­gend­et­was an der ab­ge­bil­de­ten Per­son oder vom Foto selbst ver­ur­sacht wur­de. Dann stell­ten wir un­se­ren Pro­ban­den ei­ni­ge Fra­gen: Wie sehr ver­trau­ten sie der Er­klä­rung der Füh­rungs­kraft? Wirk­te er oder sie auf­rich­tig?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.