Purpose

Warum sind wir hier?

Unternehmen wünschen sich von ihren Mitarbeitern hohen Einsatz und gute Leistungen. Doch die wollen einen höheren Sinn in ihrer Arbeit erkennen. So entwickeln und vermitteln Sie ein starkes Purpose-Statement.

Von Sally Blount, Paul Leinwand

Im ver­gan­ge­nen Jahr­zehnt ist „Pur­po­se“ zu ei­nem be­lieb­ten Schlag­wort ge­wor­den. Seit 2010 ist es in den Ti­teln von mehr als 400 neu­en Bü­chern zum The­ma Ma­nage­ment und Füh­ren so­wie in Tau­sen­den von Fach­ar­ti­keln auf­ge­taucht. Ei­gent­lich ist das auch kein Wun­der: Vie­le Men­schen – nicht nur Mill­en­ni­als – möch­ten gern für Un­ter­neh­men ar­bei­ten, de­ren Mis­si­on und Ge­schäfts­phi­lo­so­phie sie in­tel­lek­tu­ell und emo­tio­nal an­spricht.

Doch vie­len Un­ter­neh­men fällt es schwer, den Sinn und Zweck (bei­des wird im Deut­schen oft syn­onym für Pur­po­se ver­wen­det – Anm. d. Red.) ih­rer Tä­tig­keit zu de­fi­nie­ren, ge­schwei­ge denn zu le­ben. In ty­pi­schen Pur­po­se-State­ments fin­det man oft all­ge­mei­ne Ziel­set­zun­gen wie „das Un­ter­neh­men der Wahl für die Kun­den sein“ oder „den Share­hol­der-Va­lue ma­xi­mie­ren“. Sol­che Aus­sa­gen ge­hen am Kern des­sen vor­bei, was ein er­folg­rei­ches Un­ter­neh­men an­treibt. Sie er­klä­ren nicht, was es tat­säch­lich tut oder wer sei­ne Kun­den sind. Oft fin­det man in sol­chen State­ments auch hoch­ge­steck­te, aber vage Am­bi­tio­nen – zum Bei­spiel: „Men­schen dazu in­spi­rie­ren, je­den Tag ihr Bes­tes zu ge­ben“ oder „Op­ti­mis­mus ver­brei­ten“. Doch auch sol­che Aus­sa­gen be­ant­wor­ten nicht die Fra­gen: Wor­in be­steht Ihr Da­seins­zweck?, Wel­chen Mehr­wert bie­ten Sie Ih­ren Kun­den? und: War­um ist Ihr Un­ter­neh­men dazu bes­ser in der Lage als je­des an­de­re?

Ein wirk­lich star­kes Pur­po­se-State­ment er­reicht zwei­er­lei: Es be­schreibt klar und deut­lich die stra­te­gi­schen Zie­le des Un­ter­neh­mens und mo­ti­viert die Mit­ar­bei­ter. Bei­des hängt zu­sam­men: Wenn Ihre Mit­ar­bei­ter den Pur­po­se Ih­res Un­ter­neh­mens ver­ste­hen und un­ter­stüt­zen, mo­ti­viert sie das zu ei­ner Ar­beit, die nicht nur gut – oder manch­mal gar her­aus­ra­gend – ist, son­dern auch Ihre er­klär­ten Zie­le er­füllt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.