Purpose

„Purpose ist kein Gutmenschentum“

Mitarbeiter wollen heute mehr denn je wissen, wofür ihr Arbeitgeber steht. Was müssen Unternehmen tun, um diese Erwartung zu erfüllen? Ein Gespräch mit dem Leipziger Managementprofessor Timo Meynhardt über die richtige Wortwahl, ein neues Führungsmodell und das beste Purpose-Statement Deutschlands.


Eine Um­fra­ge der Be­ra­tung Stra­te­gy& hat er­ge­ben, dass nur 28 Pro­zent der Mit­ar­bei­ter sich mit dem Pur­po­se ih­res Un­ter­neh­mens ver­bun­den füh­len. Er­le­ben wir eine „Sinn­kri­se“?

Meyn­hardt Ein­deu­tig ja. Aber teil­wei­se liegt das gar nicht an den Un­ter­neh­men selbst, son­dern an un­se­rer Ge­sell­schafts­ver­fas­sung. Un­se­re sä­ku­la­re Welt gibt dem Ein­zel­nen die Mög­lich­keit, für sich selbst ei­nen Le­bens­sinn zu de­fi­nie­ren. Das ist aber auch eine Her­aus­for­de­rung, mit der man sich aus­ein­an­der­set­zen muss, und das ist nicht im­mer leicht. Das heißt: Wir ha­ben es hier mit ei­ner Sinn­kri­se der Ge­sell­schaft ins­ge­samt zu tun, die im Wirt­schafts­sys­tem Nie­der­schlag fin­det.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 2/2020.