Strategie

Gemeinsam allein

Führungskräfte und Mitarbeiter erleben gerade einen Crashkurs in digitaler Kommunikation. Doch für Onlinemeetings, Workshops und Events gelten besondere Spielregeln.

Von Michael Leitl

Die Co­ro­na-Pan­de­mie hat die Men­schen in die Iso­la­ti­on ge­zwun­gen – und so zwei Klas­sen von Un­ter­neh­men sicht­bar ge­macht. Eine Grup­pe hat schon weit vor der Kri­se be­gon­nen, ihr ge­schäft­li­ches Be­triebs­sys­tem di­gi­tal an­zu­pas­sen. Die­se Be­trie­be set­zen seit Jah­ren auf Da­ten, Soft­ware und di­gi­ta­le Netz­wer­ke. In ih­rem Um­feld ent­stan­den Be­grif­fe wie New Work oder agi­les Ar­bei­ten. Zu ih­nen ge­hö­ren glo­ba­le IT-Ko­los­se wie Face­book und Ama­zon, aber auch klei­ne, agi­le Fir­men wie der Soft­ware­an­bie­ter Au­to­mat­tic. Des­sen 400 Mit­ar­bei­ter aus 40 Län­dern sind on­line or­ga­ni­siert, mit schlan­ker Kom­mu­ni­ka­ti­on und ho­her Trans­pa­renz, ganz ohne Fir­men­zen­tra­le.

Auf der an­de­ren Sei­te ste­hen Un­ter­neh­men, in de­nen Ho­me­of­fice bis­lang tabu war. Meist sind sie klas­sisch or­ga­ni­siert; in­no­va­ti­ves, ab­tei­lungs­über­grei­fen­des Ar­bei­ten wird dort eher sel­ten ge­lebt. Häu­fig ist es hier die Ebe­ne zwi­schen Vor­stand und Mit­tel­ma­nage­ment, die in­no­va­ti­ve Me­tho­den und agi­les Ar­bei­ten aus­bremst. Nun lernt sie es in der Co­ro­na-Kri­se auf die har­te Tour.

Ge­mein­sam ist bei­den Grup­pen: Sie ma­chen die Er­fah­rung, dass sich on­line bes­ser zu­sam­men­ar­bei­ten lässt als ge­dacht. Man­che ler­nen so­gar, dass be­stimm­te As­pek­te der Ar­beit bes­ser funk­tio­nie­ren, wenn sie zu Hau­se vor dem Bild­schirm er­le­digt wer­den und nicht im mo­der­nen Groß­raum­bü­ro.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 6/2020.