Schwerpunkt Ziele

So planen Sie das unplanbare 2021

Methoden Gerade in unsicheren Zeiten helfen Ziele, voranzukommen und stärker zu werden. Wer selbst steuert, ist zufriedener und weniger stressanfällig. Die wirksamsten Methoden erinnern nicht zufällig an Design Thinking.

Von Ingmar Höhmann
Über die Bil­der: Die­sen Schwer­punkt il­lus­trie­ren wir mit Bil­dern des Mün­che­ner Fo­to­gra­fen Da­ni­el De­lang. Seit zehn Jah­ren be­glei­tet er den „ARD-Mu­sik­wett­be­werb“, eine der wich­tigs­ten Nach­wuchs­ver­an­stal­tun­gen welt­weit. De­lang sagt: „Mich in­ter­es­sie­ren vor al­lem die Mo­men­te hin­ter der Büh­ne. Ich will die Auf­re­gung vor dem Auf­tritt ein­fan­gen und die Emo­tio­nen da­nach – Freu­de, Er­leich­te­rung, Ent­täu­schung.“

Gemma D'Au­ria, Se­ni­or Part­ner bei McK­in­sey, war in den ver­gan­ge­nen Jah­ren meist im Halb­stun­den­takt ver­plant. Sie reis­te viel, be­treu­te gro­ße Pro­jek­te. Be­ruf­li­che Zie­le leg­te sie für die kom­men­den drei Mo­na­te fest. In der Co­ro­na-Zeit ver­dop­pel­te sie die­sen Zeit­raum auf ein hal­bes Jahr. „Die Un­si­cher­heit ist enorm“, sagt sie. Das gilt auch für ih­ren an­ste­hen­den Um­zug von Du­bai zu­rück in ihre Hei­mat Ita­li­en. „Ich gehe auch Worst-Case-Sze­na­ri­en durch“, sagt D'Au­ria. „Was, wenn die Schu­len ge­schlos­sen sind und mei­ne Kin­der kei­nen An­schluss fin­den?“

Die Be­ra­te­rin ist vier­fa­che Mut­ter. Job und Fa­mi­lie un­ter ei­nen Hut zu brin­gen ist schon ohne Um­zug und Pan­de­mie her­aus­for­dernd. Sie pla­ne der­zeit kaum De­tails, be­rich­tet sie. „Ich kon­zen­trie­re mich auf den nächs­ten Schritt – und hal­te mir im­mer wie­der vor Au­gen, war­um ich mich da­für ent­schie­den habe.“

2020 hat das Co­ro­na­vi­rus vie­le Plä­ne zu­nich­te ge­macht. Wir tei­len die Er­fah­rung, uns von Un­si­cher­heit und Ri­si­ken be­droht und ge­stresst zu füh­len. 2021 – das zeich­net sich ab – wird ähn­lich tur­bu­lent, selbst wenn der Impf­stoff kommt. Dem Ge­fühl von Kon­troll­ver­lust und Hilf­lo­sig­keit folgt oft der Im­puls, sich am bes­ten gar nichts mehr vor­zu­neh­men. Ge­nau das wäre je­doch falsch.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2021.