Akademie

„Täglich viele kleine Aggressionen“

Diversity II Unsere Sprache hinkt dem gesellschaftlichen Wandel hinterher, sagt Diversity-Expertin Veronika Hucke. Ihr Appell an Führungskräfte: Ändern Sie Ihre Sprache, gestalten Sie sie fair. Es lohnt sich.

Die Grup­pe, die sich da­für ein­setzt, Spra­che dis­kri­mi­nie­rungs­frei zu ge­stal­ten, ist bis­lang über­schau­bar. Es sind vor al­lem Dis­kri­mi­nier­te so­wie Ex­per­tin­nen und Ex­per­ten. Sind wir zu faul, Dif­fe­ren­zie­run­gen zu ma­chen?

HU­CKE Die ei­ge­ne Spra­che zu ver­än­dern ist müh­sam. Wenn je­mand das Ge­fühl hat, es gibt kein Pro­blem, macht er oder sie sich nicht die Mühe. Nicht mal beim Ver­ein Deut­sche Spra­che sieht man es als not­wen­dig an, Spra­che gen­der­ge­recht zu ge­stal­ten. Das ist kaum zu fas­sen. Da­bei ge­schieht Sprach­wan­del doch stän­dig – den­ken wir mal an den ver­schwun­de­nen Ge­ni­tiv oder die vie­len An­gli­zis­men. Es ist wich­tig, ein Be­wusst­sein da­für zu schaf­fen, dass Spra­che Men­schen aus­schlie­ßen kann und dass es Kon­se­quen­zen hat. Wer sich nicht ein­be­zo­gen fühlt, en­ga­giert sich ten­den­zi­ell we­ni­ger.

Wo liegt das Pro­blem, wenn wir etwa nur die männ­li­che Form be­nut­zen?

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2021.