Kommentar

Die Draghi-Komödie

Kommentar Auf Mario Draghi, den neuen EZB-Chef, warten fast unlösbare Aufgaben.

Schwie­ri­ger kann der Start ins neue Amt kaum sein: Der Euro-Raum in Staats­plei­ten­pa­nik, die Po­li­tik wie pa­ra­ly­siert, die In­fla­ti­ons­ra­ten über Plan, die Bür­ger ver­un­si­chert - und mit­ten­drin Ma­rio Draghi (64), ab 1. No­vem­ber neu­er Prä­si­dent der Eu­ro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB). Mit gro­ßem Ver­trau­ens­vor­schuss kommt der Ita­lie­ner ins Amt; kaum ei­ner kennt das Geld­busi­ness von so vie­len Sei­ten wie der Ex-Pro­fes­sor/​Ex-Fi­nanz­staats­se­kre­tär/​Ex-In­vest­ment­ban­ker. Und doch: Es ist ein fast un­mög­li­cher Auf­trag, den er über­nom­men hat.

Denn die EZB steht mit dem Rü­cken zur Wand: Ei­ner­seits muss sie ein Sys­tem­ver­sa­gen ver­hin­dern, muss Staa­ten und Ban­ken vor dem Kip­pen be­wah­ren, schlicht und ein­fach, weil im in­sti­tu­tio­nell un­ter­ent­wi­ckel­ten Euro-Land nie­mand sonst die Macht und die Mit­tel dazu hat.

An­de­rer­seits ist das ei­gent­lich nicht der Auf­trag der No­ten­bank: Laut EZB-Sta­tut soll sie als „vor­ran­gi­ges Ziel“ die Preis­sta­bi­li­tät im Euro-Raum si­chern - al­les an­de­re muss sich dem un­ter­ord­nen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 11/2011.