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Winterfeldzug

Deutsche Bahn Konzernchef Grube hat erfolgreich opponiert: Er darf das Schienennetz behalten.

Wie­der brü­der­lich: Bahn-Chef Rü­di­ger Gru­be, Ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er

Sein Ta­ten­drang er­reg­te Auf­se­hen. Zum Jah­res­be­ginn über­rasch­te Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er (57, CSU) mit Re­form­ei­fer bei der Deut­schen Bahn. Das Win­ter­cha­os noch in den Kno­chen, kün­dig­te Ram­sau­er eine gro­ße No­vel­le an. Er wol­le da­für sor­gen, dass mehr Wett­be­werb auf dem Gleis herrscht und die Deut­sche Bahn wie­der mehr Geld in ihr Stamm­ge­schäft steckt, vor al­lem aber in das Schie­nen­netz.

Bei Bahn-Chef Rü­di­ger Gru­be (59) je­doch kam der Vor­stoß schlecht an. Denn zu Ram­sau­ers gro­ßem Um­bau soll­te wo­mög­lich auch eine alte For­de­rung von Bahn-Kri­ti­kern und Li­be­ra­len ge­hö­ren: dem Kon­zern die Ho­heit über das Netz zu ent­zie­hen, da­mit nicht län­ger Ge­win­ne aus der hoch sub­ven­tio­nier­ten Schie­nen­spar­te in an­de­re Pro­jek­te des Kon­zerns ab­flie­ßen kön­nen.

Die Ner­vo­si­tät im Bahn-Tower war be­trächt­lich, zu­mal Ram­sau­er mit dem Kon­zept sei­nen Staats­se­kre­tär Klaus-Die­ter Scheur­le (56) be­trau­te, der sich einst als gna­den­lo­ser Te­le­kom-Re­gu­lie­rer ei­nen Na­men ge­macht hat­te.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.