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Die Schnell­mercker

Merck Der Chemie- und Pharmakonzern hat das Rennen um die Nachfolge von Firmenchef Kley eingeläutet.

Mann mit Ne­ben­jobs: Merck-Chef Karl-Lud­wig Kley

Es dau­er­te lan­ge, bis die Mehr­heits­eig­ner des Darm­städ­ter Che­mie- und Phar­ma­kon­zerns Merck die Ge­duld ver­lo­ren. Seit Mit­te 2007 muss­te der Fa­mi­li­en­clan mit­an­se­hen, wie die Fir­ma an der Bör­se im­mer tie­fer sank. Der Nach­schub aus der Phar­m­a­pipe­line stock­te. Die Kon­zern­spit­ze war zer­strit­ten. Da nütz­te es we­nig, dass Merck-Pri­mus Karl-Lud­wig Kley (59) die Ge­win­ne stei­ger­te und den Bioch­tech-Aus­stat­ter Mil­li­po­re kauf­te.

Die Zeit des Still­hal­tens ging in den ver­gan­ge­nen Wo­chen durch eine re­gel­rech­te Erup­ti­on zu Ende: Phar­ma­chef El­mar Schnee (51) wur­de im De­zem­ber ge­gen Ste­fan Osch­mann (53) aus­ge­tauscht, der vom US-Kon­kur­ren­ten Merck & Co. kam. Fi­nanz­mann Mi­cha­el Be­cker (62) wird, wie ma­na­ger ma­ga­zin on­line ex­klu­siv be­rich­te­te, ge­gen Mat­thi­as Za­chert (43) aus­ge­wech­selt, der bis­lang als Fi­nanz­vor­stand des Che­mie­rie­sen Lan­xess agier­te.

Für die bei­den Neu­en geht es um viel. Osch­mann ge­nau­so wie Za­chert wur­den mit der Per­spek­ti­ve ein­ge­kauft, Merck-Chef Kley in ab­seh­ba­rer Zeit ab­zu­lö­sen. Des­sen Ver­trag soll zwar im Som­mer um vor­aus­sicht­lich fünf Jah­re ver­län­gert wer­den - es gilt aber als aus­ge­macht, dass er vor­her Platz für ei­nen Nach­fol­ger macht. Osch­mann, seit Ja­nu­ar in Darm­stadt, gilt als ei­gen­stän­di­ger Kopf. Von Za­chert weiß man, dass er sei­nem Vor­stands­chef bei Lan­xess, Axel Heit­mann (51), so häu­fig Pa­ro­li ge­bo­ten hat, dass das Ver­hält­nis zu­letzt ge­trübt war.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.