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„Einfach nur dumm“

Diktatoren Warum die Jagd nach dem gestohlenen Vermögen der Kleptokraten oft erfolgreich ist.

Na­po­le­on vom Nil: Mu­ba­rak mit Frau, Söh­nen, Schwie­ger­toch­ter

Hag­gai Car­mon (66) weiß, wie man ge­stoh­le­ne Mil­li­ar­den fin­det. Der New Yor­ker An­walt hat im Auf­trag der US-Be­hör­den Schwarz­geld nach­ge­spürt, 20 Jah­re lang und in mehr als 30 Län­dern.

Rechts­an­walt Car­mon, der in sei­ner Frei­zeit Agen­ten­thril­ler schreibt, be­rich­tet mit Ver­gnü­gen von den Tricks sei­ner Ge­gen­spie­ler, sei­en es rus­si­sche Ma­fia­bos­se oder flüch­ti­ge Ban­ker. Zu sei­nen Fäl­len könn­ten bald auch ge­stürz­te nord­afri­ka­ni­sche Klep­to­kra­ten wie der tu­ne­si­sche Herr­scher­clan der Ben Alis ge­hö­ren. Und hier hat er gute Nach­rich­ten: Das Geld der Po­ten­ta­ten dürf­te re­la­tiv leicht zu ho­len sein.

Denn an­statt zu ver­su­chen, ihre Ver­mö­gen zu ver­ste­cken, hat die Fa­mi­lie Ben Ali eben­so wie die des ägyp­ti­schen Ex-Prä­si­den­ten Mu­ba­rak viel Geld ganz of­fen un­ter dem Na­men engs­ter Fa­mi­li­en­an­ge­hö­ri­ger im Aus­land de­po­niert. „Ein­fach nur dumm“, sagt Car­mon.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.