Namen+Nachrichten

Chinesische Lösung

Autoindustrie VW, BMW & Co. fühlen sich von Peking erpresst. Jetzt soll die Kanzlerin helfen.

Am 9. Juni ver­gan­ge­nen Jah­res stand ein gut ge­laun­ter Mar­tin Win­ter­korn (63) hin­ter ei­nem blu­men­ge­schmück­ten Red­ner­pult im süd­chi­ne­si­schen Fos­han. Ge­ra­de hat­te der Volks­wa­gen-Chef mit sei­nem da­ma­li­gen Chi­na-Statt­hal­ter Win­fried Vah­l­and (53) und den Top­leu­ten des Joint-Ven­ture-Part­ners FAW ei­nen Ver­trag für den Bau ei­nes neu­en Werks un­ter­zeich­net. Win­ter­korn schwärm­te, Volks­wa­gen wer­de in Chi­na bis 2012 sechs Mil­li­ar­den Euro in­ves­tie­ren, die Fer­ti­gungs­ka­pa­zi­tät bis 2013/​14 auf drei Mil­lio­nen Au­tos ver­dop­peln - und sei­ne füh­ren­de Markt­po­si­ti­on im Land wei­ter aus­bau­en.

Ende 2010, so war es mit den Chi­ne­sen ver­ein­bart, soll­ten in Fos­han die Bau­ma­schi­nen an­rol­len, ab 2013 bis zu 300 000 Au­tos pro Jahr vom Band lau­fen.

Doch acht Mo­na­te nach der fest­li­chen Ze­re­mo­nie herrscht noch im­mer Ruhe auf dem Ge­län­de. Hart­nä­ckig ver­wei­gern die chi­ne­si­schen Be­hör­den die Li­zenz für Fos­han. Und das be­un­ru­higt nicht nur die VW-Ge­wal­ti­gen, son­dern die ge­sam­te deut­sche Au­to­in­dus­trie.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.