In Berlin

Kredit verspielt

Bundesbank-Krise Axel Webers Rücktritt schadet auch dem politischen Ansehen der Deutschen Bank.

Deut­sche-Bank-Chef Jo­sef Acker­mann (63) hat in der Bun­des­re­gie­rung schon für so man­che Ver­stim­mung ge­sorgt. Axel We­bers (53) Rück­tritt als Prä­si­dent der Bun­des­bank wird kaum zur at­mo­sphä­ri­schen Ver­bes­se­rung bei­tra­gen. Al­lein der Ver­dacht, die Deut­sche Bank wol­le ihr seit Lan­gem schwe­len­des Füh­rungs­pro­blem lö­sen, in­dem sie den Chef der No­ten­bank ab­wirbt, wiegt schwer.

We­ber sagt, er habe kei­ne Be­wer­bungs­ge­sprä­che mit der Deut­schen Bank ge­führt. Viel­mehr tre­te er zum 30. April zu­rück, um in Ruhe „Op­tio­nen son­die­ren“ zu kön­nen, lässt er wis­sen. Da­bei kön­ne es - wo­mög­lich - auch um ein En­ga­ge­ment bei der Deut­schen Bank ge­hen. Ab Mai wird er zu­nächst auf sei­nen Lehr­stuhl an der Uni Köln zu­rück­keh­ren, von dem er be­ur­laubt ist. Für den Start hat er erst mal ein Frei­se­mes­ter ver­ein­bart. An Zeit­man­gel soll­te das Son­die­ren der Op­tio­nen also nicht schei­tern.

Wie auch im­mer. Fest steht drei­er­lei: Ers­tens tref­fen sich We­ber und Acker­mann häu­fig und re­den mit­ein­an­der - ver­trau­lich, ver­steht sich.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.