Unternehmen

Der Provokateur

Porträt Eigentlich chancenlos, hat Alain Caparros den entzweiten Genossenkonzern Rewe befriedet. Nun will er nebenher mithelfen, Karstadt zu sanieren. Überschätzt sich der einstige Aldi-Manager?

Kurz vor der Hei­lig­spre­chung: Rewe-Ret­ter Alain Ca­par­ros

Der Mann of­fen­bart Sinn für Skur­ri­les. „Gu­ten Abend, ich bin Alain Ca­par­ros, und ich bin Fran­zo­se.“ Mit die­sen Wor­ten führt sich der Chef des Han­dels­kon­zerns Rewe gern ein, wenn er in sei­nem Reich her­um­reist.

Der Spruch hört sich fast so an, als stell­te sich in ei­ner Män­ner­the­ra­pie­grup­pe ein neu­es Mit­glied vor. Etwa: „Ich bin Hol­ger, und ich schla­ge mei­ne Frau.“ Die La­cher hat der 54-Jäh­ri­ge meist auf sei­ner Sei­te.

Zu­hö­rer für sich ge­win­nen konn­te er schon im­mer, auch im Herbst 2006, als er den Top­job über­nahm. Doch da­mals gab kaum je­mand et­was dar­auf, dass er all­zu lan­ge im Amt blei­ben wür­de. Rewe mach­te ge­ra­de die dun­kels­ten Jah­re in der Ge­schich­te des ge­nos­sen­schaft­li­chen Un­ter­neh­mens durch. Die Spit­zen­kräf­te wur­den rei­hen­wei­se ver­jagt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.