Unternehmen

Leicht entflammbar

Ruhrgas Sie hat die deutsche Nachkriegswirtschaft geprägt wie kaum ein zweites Energieunternehmen. Nun ist die Kultfirma zum Verlustlieferanten mutiert. Wie sich ein Mythos verflüchtigt.

Das En­sem­ble aus zwei el­lip­ti­schen Tür­men und recht­ecki-gen Flach­bau­ten sieht von fern aus wie ein Kamm mit Stiel­au­gen. Das Atri­um - viel Luft, viel Licht, viel Glas - ver­strömt die At­mo­sphä­re ei­nes An­kunfts­ter­mi­nals um Mit­ter­nacht, was dar­an lie­gen mag, dass heu­te Frei­tag­nach­mit­tag ist. Der graue Bo­den­be­lag un­ter­streicht sei­ne Jung­fräu­lich­keit durch kräf­ti­ge Aus­düns­tun­gen.

Al­les ist frisch, und al­les ist groß. Im Ok­to­ber erst sind die 1800 Ruhr­gas-Leu­te in die neue Zen­tra­le am Brüs­se­ler Platz in Es­sen ge­zo­gen. Zu zehnt, zu acht, zu zweit teilt man sich ein Büro - „Open space“ heißt das in Raum­ge­stal­ter­sprech. Man­che Ab­tei­lun­gen eig­nen sich nicht für der­lei kom­mu­ni­ka­ti­ve Mo­den. Nach oben hin wird es oh­ne­hin im­mer ein­sa­mer: Ab Be­reichs­lei­ter­ebe­ne auf­wärts wu­selt je­der solo.

Da bleibt man mit den Sor­gen al­lein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.