Unternehmen

Der Feind liest mit

Management Wikileaks-Gründer Julian Assange veröffentlicht gezielt Firmengeheimnisse. Wie können Unternehmen Datenlecks vermeiden?

Ein Ho­tel­zim­mer, ei­nen Lap­top und Zu­gang zum In­ter­net. Mehr brauch­te Gui­do Ru­dol­phi (49) nicht, um den Da­ten­ver­kehr der Auf­sichts­rä­te an­zu­zap­fen.

Der Com­pu­ter­ha­cker frag­te ei­nen Ta­xi­fah­rer, wo die Her­ren zu näch­ti­gen pfleg­ten. Im sel­ben Ho­tel quar­tier­te er sich ein, star­te­te sein Note­book und wand­te ei­nen sim­plen Trick an: Ru­dol­phi si­mu­lier­te ei­nen un­ver­schlüs­sel­ten In­ter­net­zu­gang, den alle Ho­tel­gäs­te nut­zen konn­ten. Dann muss­te er nur noch ab­war­ten.

Die Kon­zern­ver­tre­ter wähl­ten den Hot­spot prompt an, ver­schick­ten streng ver­trau­li­che Da­ten über das un­ge­si­cher­te Netz­werk: Sit­zungs­un­ter­la­gen ge­nau­so wie Stra­te­gie­pa­pie­re und in­ter­ne Pass­wör­ter. Am nächs­ten Mor­gen, noch be­vor die Sit­zung be­gann, wuss­te Ru­dol­phi mehr über das Un­ter­neh­men als man­cher Auf­sichts­rat.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.