Spezial

„Ewiges Leben“

Biotechnologie Gen-Guru William Haseltine sagt spektakuläre Durchbrüche vorher - und ein Siechtum der Pharmamultis.

Herr Pro­fes­sor Ha­sel­ti­ne, Sie über­bli­cken gut 30 Jah­re Gen­for­schung. In jün­ge­rer Zeit hat die­se einst be­ju­bel­te Dis­zi­plin man­che Hoff­nung ent­täuscht. So steht der Durch­bruch bei der ver­spro­che­nen „Gen-The­ra­pie“, der Um­pro­gram­mie­rung schad­haf­ten Erb­guts am le­ben­den Or­ga­nis­mus, noch im­mer aus. Wel­che greif­ba­ren Er­geb­nis­se ha­ben uns die Er­kennt­nis­se über die mensch­li­chen Gene wirk­lich ge­bracht?

HA­SEL­TI­NE Eine Men­ge. Aus dem Wis­sen über un­se­re Gene wer­den der­zeit vie­le neu­ar­ti­ge Arz­neithe­ra­pi­en ab­ge­lei­tet und ent­wi­ckelt - auch ge­gen Krank­hei­ten wie Krebs oder Alz­hei­mer, die bis­her als töd­lich oder un­be­han­del­bar gal­ten. Das sind In­no­va­tio­nen, die die Phar­ma­in­dus­trie in den kom­men­den Jah­ren auf den Kopf stel­len wer­den. Gro­ße Durch­brü­che ste­hen be­vor, die me­di­zi­ni­sche Gen­for­schung er­öff­net der Mensch­heit neue Di­men­sio­nen - bis hin zu Le­bens­span­nen, die frü­he­re Ge­ne­ra­tio­nen als ewi­ges Le­ben be­zeich­net hät­ten.

Ihr ehe­ma­li­ger Mit­strei­ter und heu­ti­ger Wi­der­sa­cher Craig Ven­ter sieht das an­ders. Er fin­det: Noch vor zehn Jah­ren wa­ren die Vor­stel­lun­gen vom Funk­tio­nie­ren der Gene so naiv, dass es heu­te fast pein­lich ist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.