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Apparat in Auflösung

Gewerkschaften Verdi-Chef Frank Bsirske kämpft gegen Mitgliederschwund, internen Zwist und neue Konkurrenz.

Ab­gang der Ar­bei­ter: Ver­di-Chef Frank Bsirs­ke

Für Frank Bsirs­ke ist der Über­see­ring 45 in Ham­burg eine wich­ti­ge Adres­se. Dort re­si­diert die Zen­tra­le des Le­bens­ver­si­che­rers Ergo. In kei­nem an­de­ren As­se­ku­ranz­kon­zern hat­te der Ver­di-Boss bis­her eine bes­ser or­ga­ni­sier­te Be­triebs­grup­pe. Wenn Bsirs­ke die Kon­zern­len­ker der Bran­che mal wie­der so rich­tig är­gern woll­te - auf die Kol­le­gen am Über­see­ring war stets Ver­lass.

Das galt zu­min­dest bis zum 18. No­vem­ber 2010. Seit­her muss er um sei­ne Ham­bur­ger Fes­tung fürch­ten.

Denn ge­gen zehn Uhr an je­nem Herbst­tag traf sich eine Grup­pe von zwölf Ab­trün­ni­gen in der Gie­ße­ner Woh­nung von Wal­traud Bai­er, lan­ge Jah­re stell­ver­tre­ten­de Be­triebs­rats­che­fin der Ham­burg-Mann­hei­mer. Es ver­sam­mel­ten sich Ar­beit­neh­mer­ver­tre­ter der Ergo-Grup­pe und auch ein lang­jäh­ri­ger Be­triebs­rat der Con­ti­nen­ta­len Kran­ken­ver­si­che­rung. Die Zwöl­fer­grup­pe stör­te sich schon län­ger dar­an, dass Ver­di in der Ver­si­che­rungs­bran­che chro­nisch schwach ist.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 3/2011.