Namen + Nachrichten

Fliegender Holländer

Air Berlin Ein Niederländer soll die Fluglinie sanieren - und womöglich Konzernchef Hunold beerben.

Pa­tron in Pose: Vor­mann Hunold steht gern im Zen­trum

Ist er der Wun­der­mann, der Air Ber­lin ret­ten kann? Mo­na­te­lang fahn­de­ten Head­hun­ter in ganz Eu­ro­pa nach ei­nem neu­en Vor­stand für die an­ge­schla­ge­ne Num­mer zwei des deut­schen Flug­mark­tes. Jetzt ist die Wahl auf ei­nen weit­hin un­be­kann­ten Ma­na­ger ge­fal­len: Paul Gre­go­ro­witsch (54), bis­lang Chef des nie­der­län­di­schen Fracht- und Fe­ri­en­flie­gers Mar­ti­nair.

Sei­ne Wech­sel­be­reit­schaft rührt aus ei­ge­nen Nö­ten her. Gre­go­ro­witsch hat Mar­ti­nair, eine Toch­ter des Aero-Rie­sen Air Fran­ce-KLM mit rund 1800 Be­schäf­tig­ten, zwar er­folg­reich ge­führt. Doch der Mut­ter­kon­zern will bei den Hol­län­dern künf­tig das ge­sam­te Car­go-Ge­schäft von Air Fran­ce-KLM bün­deln. Die Pas­sa­gier­luft­fahrt - Gre­go­ro­witschs Spe­zia­li­tät - wird zum Jah­res­en­de ein­ge­stellt, der Chef ge­wis­ser­ma­ßen über­flüs­sig.

Bei Air Ber­lin er­war­ten den Nie­der­län­der heik­le Auf­ga­ben. Als künf­ti­ger Ver­kaufs­vor­stand (Chief Com­mer­ci­al Of­fi­cer) soll Gre­go­ro­witsch vor al­lem das Preis­sys­tem und das Flug­an­ge­bot gründ­lich über­ar­bei­ten und der ver­lust­rei­chen Flug­li­nie end­lich hö­he­re Ein­nah­men ver­schaf­fen. Ge­ra­de die zu ge­rin­gen Er­lö­se hat­te Air-Ber­lin-Chef Joa­chim Hunold (61) für die Mi­se­re der Air­line ver­ant­wort­lich ge­macht - und die Schuld dem zu­stän­di­gen Vor­stand Chris­toph De­bus (40) ge­ge­ben. De­bus durf­te sich fort­an um die an­ge­streb­te In­te­gra­ti­on von Air Ber­lin ins Air­line-Bünd­nis One­world küm­mern, Hunold re­gel­te das Kom­merz­res­sort wie­der selbst.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2011.