Namen + Nachrichten

Frauenför­derer

Jörg Asmussen Der Staatssekretär kämpft nicht nur für die Euro-Rettung, sondern auch für neue Vorstandsfrauen bei der Telekom.

Jörg As­mus­sen

Ei­gent­lich hat Jörg As­mus­sen (45) der­zeit grö­ße­re Sor­gen als die Frau­en­quo­te der Deut­schen Te­le­kom. Der wo­mög­lich ein­fluss­reichs­te Staats­se­kre­tär der Bun­des­re­gie­rung be­glei­tet Fi­nanz­mi­nis­ter Wolf­gang Schäu­b­le (68) auf Ret­tungs­gip­feln für Grie­chen­land und Ita­li­en, feilscht um eine Be­tei­li­gung der Ban­ken und ver­tei­digt den Euro ge­gen Kri­tik. Und doch fand As­mus­sen die Zeit, eine zen­tra­le Rol­le bei den ak­tu­el­len Vor­stands­be­set­zun­gen der Staats­be­tei­li­gung zu spie­len.

Ohne As­mus­sen, den Re­gie­rungs­ver­tre­ter im Te­le­kom-Auf­sichts­rat, wä­ren die jüngs­ten Per­so­nal­plä­ne der Kon­zer­no­be­ren wo­mög­lich nicht Wirk­lich­keit ge­wor­den: CEO René Ober­mann (48) und Chef­kon­trol­leur Ul­rich Leh­ner (65) woll­ten dem Ma­nage­ment ein neu­es, weib­li­ches Ge­sicht ver­pas­sen. Gleich drei Frau­en soll­ten in den Vor­stand ein­zie­hen, ein bis­lang ein­ma­li­ger Schritt in der deut­schen Kon­zern­ge­schich­te.

Das Pro­blem: Die Ar­beit­neh­mer im Auf­sichts­rat hat­ten Vor­be­hal­te ge­gen die Kan­di­da­tin für das Per­so­nal­res­sort, Ba­den-Würt­tem­bergs Ex-Kul­tus­mi­nis­te­rin Ma­ri­on Schick (52). Die Ge­werk­schaft Ver­di klag­te, sie sei sehr kurz­fris­tig über die Per­so­na­lie in­for­miert und da­mit glatt über­rollt wor­den. Von ei­nem „Schlag ge­gen die Grund­kul­tur“ der Te­le­kom war die Rede. Ober­mann und Leh­ner droh­te ein of­fe­ner Kon­flikt.

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2011.