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Die Schulden, das Geld und seine Hüter

Wie Staatspleiten die Unabhängigkeit der Notenbanken gefährden

Ex­plo­siv: Anti-Spar-Pro­tes­te in Athen

Ri­si­ken: Soll­te es zu Staats­bank­rot­ten im Euro-Raum kom­men, ste­hen bei der Bun­des­bank und den üb­ri­gen No­ten­ban­ken hohe Wert­be­rich­ti­gun­gen an. Al­lein die grie­chi­schen Ri­si­ken - in Form di­rekt er­wor­be­ner Staats­an­lei­hen und von An­lei­hen, die als Si­cher­hei­ten ent­ge­gen­ge­nom­men wur­den - be­tra­gen rund 140 Mil­li­ar­den Euro.

Vor­sor­ge: Die­se Ak­ti­va wer­den zwar durch­aus vor­sich­tig be­wer­tet: Grie­chi­sche Bonds be­lie­hen die No­ten­ban­ker zu­letzt nur zu 40 Pro­zent des Nenn­werts. Den­noch käme es im Fal­le von Staats­plei­ten zu ho­hen Ab­schrei­bun­gen, die sich zum größ­ten Teil bei der Bun­des­bank nie­der­schla­gen wür­den - ge­mäß ih­rem An­teil von 27 Pro­zent am Euro-Sys­tem. Zwar hat der frü­he­re Bun­des­bank-Prä­si­dent Axel We­ber am Ende sei­ner Amts­zeit noch Rück­stel­lun­gen in Höhe von 4,9 Mil­li­ar­den Euro, ge­streckt über drei Jah­re, durch­ge­setzt. Aber das wäre im Fall des Fal­les nur ein Trop­fen auf den hei­ßen Stein.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2011.