Karriere

Nur kein Neid

Managerpensionen Voluminöse Aktienpakete, großzügige Übergangsgelder und üppige Firmenrenten - Deutschlands Topmanager sind unverschämt gut versorgt.

Pe­ter Rölz: ist Ar­beits­recht­ler und Ge­schäfts­füh­ren­der Part­ner der Kanz­lei Ul­rich We­ber & Part­ner in Frank­furt

Es gibt kaum Spek­ta­ku­lä­res, mit dem Hart­mut Retzlaff (57) je­mals auf­fäl­lig ge­wor­den wäre. Der Chef des hes­si­schen Phar­ma­mit­tel­ständ­lers Sta­da mel­det mal stei­gen­de (vor­ver­gan­ge­nes Jahr), mal fal­len­de Ge­win­ne (ver­gan­ge­nes Jahr). Auch der Kurs sei­ner Ak­tie steht un­ge­fähr da, wo er schon vor fünf Jah­ren war. Al­lein ge­le­gent­lich auf­flam­men­de Über­nah­me­ge­rüch­te ver­lei­hen dem Pa­pier der M-Dax-Fir­ma ei­nen ge­wis­sen, aber nie all­zu lan­ge vor­hal­ten­den Nach­rich­ten­wert.

Wirk­lich spek­ta­ku­lär an Hart­mut Retzlaff ist sein Ar­beits­ver­trag. Wenn der Sta­da-Chef sich mit 65 ver­ab­schie­det, hat er An­spruch auf eine Fir­men­ren­te, die sich nicht we­sent­lich von sei­nem bis­he­ri­gen Grund­ge­halt von 1,4 Mil­lio­nen Euro un­ter­schei­den dürf­te.

Knapp 22,6 Mil­lio­nen Euro hat der Ge­ne­ri­ka­her­stel­ler bis­lang für die Ren­te des Vor­standspri­mus in der Bi­lanz zu­rück­ge­stellt, 941 000 Euro al­lein im ver­gan­ge­nen Jahr (sie­he auch Ta­bel­le Sei­te 109). Eine Sum­me, die sich auf fast 27 Mil­lio­nen Euro er­höht ha­ben wird, wenn Retzlaffs Kon­trakt Ende Au­gust 2016 aus­läuft und Sta­da wei­ter im bis­he­ri­gen Tem­po für die Ren­te des Vor­stands­chefs spart. (sie­he Ta­bel­le „Gol­de­ner Schnitt")

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 8/2011.