Karriere

Albtraum der Alphatiere

Machtverlust Nie zuvor war das Leben auf der Chefetage so gefährlich wie heute. Die globale Gemengelage und das Tempo der Veränderung machen die Mächtigen zu ohnmächtig Getriebenen. Die Angst vor dem Absturz wird zum ständigen Begleiter.

Herbst 2011. Ein no­bler Land­sitz im Land, wo die Zi­tro­nen blü­hen, der Be­sit­zer ein nam­haf­ter Kon­zern­herr aus Mün­chen. Die gran­dio­se Sicht über das tos­ka­ni­sche Luc­ca ge­nießt ein klei­ner Kreis von Aus­er­wähl­ten, al­le­samt Vor­stän­de und Chief Exe­cu­ti­ve Of­fi­cers aus Dax­land. In Sa­chen Schön­heit und auch His­to­rie sind sie auf ei­nem ein­zig­ar­ti­gen Fleck. Scha­cher­te hier doch einst Ju­li­us Cä­sar mit sei­nen Ge­gen­spie­lern Cras­sus und Pom­pei­us um im­pe­ria­le Ein­fluss­nah­men.

Trotz der an­ge­neh­men Tem­pe­ra­tur scheint ein Frös­teln durch die Luft zu sir­ren. Sind es die Mo­le­kü­le der po­li­tisch wie öko­no­misch wir­ren Zeit? Hal­len noch die Wor­te des re­nom­mier­ten Ge­hirn­for­schers Ge­rald Hüt­her nach, der nach dem Früh­stück er­mun­tern­de Wor­te an die teu­to­ni­schen Gran­den rich­te­te und aus­sprach, was die­se selbst täg­lich und haut­nah mit­be­kom­men: „Je­der in Po­li­tik und Wirt­schaft weiß, dass wir am Ran­de ei­nes Trans­for­ma­ti­ons­pro­zes­ses ste­hen, dass et­was ganz an­ders wer­den muss. Aber kei­ner weiß, wie das ge­hen soll.“

Ver­än­de­rung macht Angst. Spä­tes­tens an die­ser Stel­le ge­bär­den sich Öko­no­mie und Psy­cho­lo­gie wie sia­me­si­sche Zwil­lin­ge.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 1/2012.