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Zweiklas­sen­ge­sell­schaft

Eon Das Klima in der Führungsetage ist frostig. Vorstände bangen um ihre Verträge, Topmanager wandern ab.

Ab­gän­ger: Top­ma­na­ger Mas­ti­aux zieht es zu EnBW

Wenn ein Un­ter­neh­men wie Eon im ver­gan­ge­nen Ge­schäfts­jahr ei­nen Fehl­be­trag von 2,2 Mil­li­ar­den Euro ver­bucht hat, dann kann man mit Fug und Recht von ei­nem her­ben Ver­lust spre­chen. Bei man­chen Ein­zel­schick­sa­len trifft die­se Kenn­zeich­nung eben­falls zu. Neh­men wir nur den Fall des Frank Mas­ti­aux (47).

Der Eon-Ma­na­ger hat die Spar­te Er­neu­er­ba­re En­er­gi­en des Düs­sel­dor­fer Kon­zerns auf­ge­baut und als eine Art Chef­scout neue Märk­te au­ßer­halb Eu­ro­pas auf­ge­tan - zen­tra­ler Punkt des Eon-Wachs­tums­kon­zepts. Jetzt geht er. Spä­tes­tens im Herbst soll er Nach­fol­ger des glück­lo­sen EnBW-An­füh­rers Hans-Pe­ter Vil­lis (53) wer­den - Kar­rie­re­schub und Kno­chen­job zu­gleich. Mas­ti­aux und EnBW sind sich Auf­sichts­rats­krei­sen zu­fol­ge be­reits han­dels­ei­nig.

Mas­ti­au­x' Weg­gang fügt sich in eine Rei­he pro­mi­nen­ter Um­zü­ge der ver­gan­ge­nen Mo­na­te. Seit­dem Eon-Chef Jo­han­nes Teyssen (52) den Kon­zern um­baut und kräf­tig spa­ren muss (welt­weit 11 000 Jobs, jähr­lich rund 1,5 Mil­li­ar­den Euro), ori­en­tie­ren sich Top­ma­na­ger wo­an­ders­hin. Der frü­he­re Eon-Ruhr­gas­Vor­stand Hen­ning De­ters (43) wech­sel­te zum 1. Ok­to­ber 2011 an die Spit­ze des En­er­gie­ver­sor­gers Gel­sen­was­ser. Der ehe­ma­li­ge Eon-En­er­gie-Vor­stand Dierk Pas­kert (50) lei­tet seit Ja­nu­ar als Ge­schäfts­füh­rer die „Al­li­anz zur Roh­stoff­si­che­rung“, eine BDI-In­itia­ti­ve. Tho­mas Kö­nig (46), im Vor­stand von Eon En­er­gie für Net­ze zu­stän­dig, will of­fen­bar eben­falls weg; er habe sich, be­rich­ten Ver­trau­te, auch für den EnBW-Chef­pos­ten in­ter­es­siert.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.