In Berlin

Alles auf Abwehr

In Berlin Die Institute sollen Beteiligungen künftig mit Kapital absichern. Das passt ihnen gar nicht.

Sei­ne letz­ten Tage als Prä­si­dent der deut­schen Spar­kas­sen hat sich Hein­rich Haa­sis (66) wohl ge­ruh­sa­mer vor­ge­stellt. Mit­te Mai über­gibt der Schwa­be sein gut be­zahl­tes Amt (Jah­res­do­tie­rung: rund eine Mil­li­on Euro) an den frü­he­ren baye­ri­schen Fi­nanz­mi­nis­ter Ge­org Fah­ren­schon (44).

Vor­her muss Haa­sis noch ein­mal sein Spar­kas­sen­reich vor ei­ner aku­ten Be­dro­hung ret­ten. Als sol­che emp­fin­den die öf­fent­li­chen Geld­ma­na­ger ei­nen Plan der EU-Kom­mis­si­on, nach dem Spar­kas­sen vom nächs­ten Jahr an ihre Be­tei­li­gun­gen an Lan­des­ban­ken, Ver­si­che­rern und Bau­spar­kas­sen mit Ei­gen­ka­pi­tal un­ter­le­gen sol­len.

Weil sie die­se An­tei­le nicht di­rekt, son­dern über ihre Ver­bän­de hal­ten, müs­sen die ein­zel­nen Spar­kas­sen ihre Ge­mein­schafts­fir­men bis­lang nicht mit ei­nem Si­cher­heits­puf­fer ab­fe­dern. Eine un­ge­recht­fer­tig­te Aus­nah­me, sa­gen die Be­für­wor­ter der neu­en Re­gel, im­mer­hin könn­ten auch Be­tei­li­gun­gen ein Ri­si­ko dar­stel­len. In­dem man die Spar­kas­sen zwin­ge, die Töch­ter mit Ei­gen­mit­teln zu un­ter­füt­tern, kön­ne man ver­hin­dern, dass die­ses Ka­pi­tal an­der­wei­tig - und da­mit so­zu­sa­gen dop­pelt - ein­ge­setzt wer­de.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.