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Antons Ende

Schlecker Mit Starrsinn und Ignoranz hat Europas einstiger Drogeriekönig sein Lebenswerk vernichtet - eine Innenansicht.

Grün­der und Plei­tier: An­ton Schle­cker

Bis vor Kur­zem galt An­ton Schle­cker (67) noch als stein­rei­cher Mann. Jetzt hat er nicht mal mehr eine Kre­dit­kar­te, sei­ne Kon­ten führt der In­sol­venz­ver­wal­ter Arndt Gei­witz (42). Dem bank­rot­ten Dro­ge­rie­un­ter­neh­mer bleibt nur noch ein Pfän­dungs­schutz­kon­to ("P-Kon­to"). Da­von kann er je­den Mo­nat bis zu 1028,98 Euro ab­he­ben. Mehr steht ei­nem Plei­tier nach dem Ge­setz nicht zu.

Will An­ton Schle­cker mehr aus­ge­ben, muss er sei­ne Frau Chris­ta (64) oder sei­ne Kin­der Mei­ke (38) und Lars (40) an­pum­pen. Die rund 1000 Euro rei­chen höchs­tens für ein paar Tank­fül­lun­gen sei­nes sil­ber­grau­en Mer­ce­des SLR McLa­ren. Die­sen Bo­li­den wie auch sei­ne an­de­ren Sport­wa­gen darf Au­to­narr Schle­cker vor­erst be­hal­ten. In­sol­venz­ver­wal­ter Gei­witz woll­te ihm nicht auch noch sein letz­tes Spiel­zeug weg­neh­men, nach­dem An­ton Schle­cker von heu­te auf mor­gen al­les ver­lo­ren hat - sein Ver­mö­gen, sein Un­ter­neh­men, sein Le­bens­werk.

An­ton Schle­cker muss­te am 23. Ja­nu­ar In­sol­venz an­mel­den - für sein Un­ter­neh­men, aber auch pri­vat, weil er sei­ne Fir­ma in der an­ti­quier­ten Form des ein­ge­tra­ge­nen Kauf­manns (e. K.) führ­te und nun per­sön­lich haf­ten muss.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.