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Der Weltökonom

Porträt Peter Löscher feierte bei Siemens schnell große Erfolge. Doch warum häufen sich jetzt die Fehler? Die Antwort liegt in seiner Persönlichkeit.

„Un­ser Ge­or­ge Cloo­ney“ - Lö­scher hat Fans in Mün­chen

Wie Pe­ter Lö­scher (54) zu Sie­mens kam, wur­de lan­ge als Ge­heim­nis ge­han­delt. Man darf an­neh­men, weil der wich­tigs­te Job in der deut­schen In­dus­trie ver­ge­ben wur­de, als hand­le es sich um ein Som­mer­prak­ti­kum.

Es war im April 2007, als Uwe Bi­cker (66), ein er­fah­re­ner Phar­ma­ma­na­ger, in der Zei­tung las, dass Sie­mens ei­nen neu­en Kon­zern­chef su­che, und sei­nen al­ten Freund Pe­ter Lö­scher in den USA an­rief. „Schau, Pe­ter“, sag­te Bi­cker, „das wäre doch ein tol­ler Job für dich.“ „Ja“, ant­wor­te­te Pe­ter, „aber wie soll ich da ran­kom­men?“ Uwe wuss­te Rat: Er er­zähl­te dem da­ma­li­gen Sie­mens-Auf­sichts­rat Wal­ter Kröll (73) von ei­ner fä­hi­gen Füh­rungs­kraft na­mens Lö­scher, die bei Hoechst und Ge­ne­ral Electric ge­ar­bei­tet habe und jetzt zwei­ter Mann beim US-Phar­ma­kon­zern Merck & Co. sei. Ob Kröll sich nicht beim Sie­mens-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­den Ger­hard Crom­me (69) für sei­ne Idee ver­wen­den kön­ne?

So kam es, dass Crom­me, un­zu­frie­den mit den Vor­schlä­gen, die eine gan­ze Rei­he deut­scher Head­hun­ter ge­macht hat­te, un­ver­hofft zu ei­nem neu­en Kan­di­da­ten kam. Kurz ent­schlos­sen rief er in den USA an und frag­te, ob man sich nicht tref­fen kön­ne.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.