Unternehmen

Sog der Tiefe

Kreuzfahrten Aggressiv und findig - jahrelang wuchs das Geschäft mit den Urlaubern wie im Rausch. Doch die Havarie der „Costa Concordia“ zeigt der Branche die Grenzen auf. Geht der Boom jetzt zu Ende?

Vor dem Crash: die „Cos­ta Con­cor­dia“ (l.) im Ha­fen von Pa­ler­mo

Diese Jung­fern­fahrt wird Mi­cky Ari­son (62) nie ver­ges­sen. Gleich bei ih­rer ers­ten Rei­se lief die „Mar­di Gras“ - ein be­tag­ter, not­dürf­tig auf Kreuz­fahrt ge­trimm­ter Kahn - auf eine Sand­bank auf, kurz vor der Küs­te von Mia­mi. „Das war na­tür­lich schreck­lich“, er­in­nert sich Ari­son, der da­mals - am 7. März 1972 - als Ge­hil­fe des Eig­ners, sei­nes Va­ters Ted Ari­son, an Bord war. Ei­lig teil­te die Crew Drinks aus, um die Gäs­te bei Lau­ne zu hal­ten, wäh­rend das Schiff sich müh­sam frei­kämpf­te. „Da­nach“, be­rich­tet er, „war Par­ty­ti­me.“

Fast ge­nau 40 Jah­re spä­ter ist aus der Ein-Boot-Ree­de­rei mit ih­rer „Mar­di Gras“ das größ­te Kreuz­fahrt­un­ter­neh­men der Welt ge­wor­den: Car­ni­val, mit 99 Schif­fen, 90 000 Be­schäf­tig­ten und ei­nem Bör­sen­wert von 24,8 Mil­li­ar­den Dol­lar die un­um­schränk­te Num­mer eins.

Mi­cky Ari­son be­sitzt knapp ein Drit­tel der Fir­ma. Er ist der Kö­nig der Kreuz­fahrt. Und neu­er­dings - wi­der Wil­len - ihr größ­ter Sa­bo­teur.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.