Unternehmen

Fremde Galaxie

Samsung Vom Nobody zu Apples Hauptgegner. Der Aufstieg des koreanischen Multikonzerns ist beispiellos - und doch erst der Anfang.

Samsungs Welt: Vor al­lem mit Elek­tro­nik brei­tet sich der Kon­zern welt­weit aus

Nichts deu­tet in Ever­land auf die wah­ren Aus­ma­ße die­ses Im­pe­ri­ums hin. Nicht die mäch­ti­ge Seil­bahn, von der aus der Blick über das eine Mil­li­on Qua­drat­me­ter gro­ße Ge­län­de schweift. Nicht die Pa­ra­den mit Hun­der­ten Kos­tü­mier­ten, die sich hier re­gel­mä­ßig durch die Stra­ßen schie­ben. Auch nicht der „T Ex­press“, eine 56 Me­ter hohe und 1,6 Ki­lo­me­ter lan­ge Holz­ach­ter­bahn, auf der sich stünd­lich bis zu 1500 Be­su­cher in ei­ner Mi­schung aus Ver­gnü­gen und Angst die See­le aus dem Leib schrei­en.

Auf den ers­ten Blick scheint der Frei­zeit­park, der von Seo­ul aus in rund 40 Mi­nu­ten Au­to­fahrt zu er­rei­chen ist, nicht mehr als eine ko­rea­ni­sche Va­ri­an­te von Dis­ney­land zu sein. Doch Ever­land ist nicht nur ein Frei­zeit­park, son­dern auch ein gleich­na­mi­ger In­fra­struk­tur­dienst­leis­ter. Und der Mit­tel­punkt ei­nes un­durch­sich­ti­gen Be­tei­li­gungs­ge­flechts, zu dem in Süd­ko­rea un­ter an­de­rem ein Bau­kon­zern, ein Rüs­tungs­her­stel­ler und der welt­größ­te Her­stel­ler von Con­tai­ner­schif­fen ge­hö­ren. Wer sich durch das Di­ckicht hin­durch­wühlt, kommt ir­gend­wann auch an bei Samsung Elec­tro­nics, dem bör­sen­no­tier­ten Vor­zei­ge­un­ter­neh­men im Ver­bund (sie­he Kas­ten „Die Al­les­kön­ner") .

Re­giert wer­den Ever­land und Samsung nun schon in zwei­ter Ge­ne­ra­ti­on von der Fa­mi­lie Lee, ei­ner ver­schwie­ge­nen Un­ter­neh­mer­dy­nas­tie. Als Min­der­heits­ak­tio­när be­herr­schen sie etwa Samsung Elec­tro­nics über eine Zwi­schen­be­tei­li­gung an ei­nem Le­bens­ver­si­che­rungs­kon­zern, zu des­sen größ­ten An­teils­eig­nern wie­der­um Ever­land ge­hört - und kön­nen da­mit ganz so wal­ten, als ge­hö­re ih­nen die Mehr­heit. Nie­mand in Süd­ko­rea ist rei­cher als Fa­mi­li­en­pa­tri­arch Lee Kun Hee (70), des­sen Ver­mö­gen „For­bes“ auf 8,3 Mil­li­ar­den Dol­lar schätzt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.