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Der goldene Schnitt

Euro-Krise Bekommt Europa seine Schulden nicht in den Griff, droht eine fatale Abwärtsspirale. Ein Expertenteam hat für manager magazin nach Wegen aus der Krise gefahndet.

Jens Weid­mann be­herrscht die Kunst, auf freund­li­che Art äu­ßerst ent­schie­den zu wir­ken. Da­bei kann sich der jun­ge Bun­des­bank-Prä­si­dent so kühl ge­ben, dass es ei­nem eis­kalt den Rü­cken hin­un­ter­läuft. Er sagt dann Sät­ze wie die­sen: „Wir sto­ßen an die Gren­zen der ge­mein­sa­men Geld­po­li­tik.“

Kei­nen Zwei­fel lässt er dar­an, dass ihm der Kurs der Euro-Po­li­tik gro­ßes Un­be­ha­gen be­rei­tet. Eu­ro­pa brau­che ei­nen Rich­tungs­wech­sel, glaubt Weid­mann: „In ei­ni­gen Län­dern stei­gen die staat­li­chen und die pri­va­ten Schul­den wei­ter - es wird Zeit, das Ru­der her­um­zu­wer­fen.“ Im­mer mehr Geld ins Sys­tem zu pum­pen, das sei je­den­falls kei­ne ech­te Lö­sung, son­dern kau­fe nur kurz­fris­tig Zeit.

So geht es nicht wei­ter. Das fin­det auch Ste­phan Sturm (48). Der Fi­nanz­vor­stand des Ge­sund­heits­kon­zerns Fre­se­ni­us war Stra­te­gie­be­ra­ter und In­vest­ment­ban­ker. Wenn man ihn heu­te nach sei­nen Über­zeu­gun­gen fragt, dann be­zeich­net er sich als Neo­li­be­ra­len mit so­zia­lem Ge­wis­sen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.