Private Banking

Die Leidgenossen

Schweizer Banken Das Steuergeheimnis ist Geschichte, die Kundschaft flieht - der einst prosperierende Finanzplatz liegt in Trümmern. Jedes dritte Institut wird das nicht überleben.

Die 271-jäh­ri­ge His­to­rie der Bank We­ge­lin en­de­te im Fe­bru­ar

Auf Ni­co­las Pic­tet (55) las­tet ein stol­zes Erbe. Sein Vor­fahr Charles Pic­tet war Di­plo­mat, ver­trat das just von Na­po­le­ons Herr­schaft be­frei­te Genf vor fast 200 Jah­ren auf dem Wie­ner Kon­gress und han­del­te bald dar­auf mit Eu­ro­pas Groß­mäch­ten die Schwei­zer Neu­tra­li­tät aus.

Nach­kom­me Ni­co­las agiert als Prä­si­dent der Ver­ei­ni­gung Schwei­ze­ri­scher Pri­vat­ban­kiers eben­falls auf in­ter­na­tio­na­ler Büh­ne. Von ei­ner Neu­tra­li­tät der von ihm ver­tre­te­nen Geld­häu­ser kann er in­des nur noch träu­men.

Pic­tet hat sein Amt erst im Juni 2011 an­ge­tre­ten und Kon­rad Humm­ler (59) ab­ge­löst, des­sen Bank­haus We­ge­lin heu­te nicht mehr exis­tiert. Ent­spannt hat­te Pic­tet da­mals im mit­tel­al­ter­li­chen Zunft­haus der Stadt Ba­sel bei Steak und ro­tem Bor­deaux Humm­lers an­griffs­lus­ti­ger Ab­schieds­re­de ge­lauscht.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.