Was macht eigentlich ...

Ursula Engelen-Kefer?

Es ist die Stim­me, die Ur­su­la En­ge­len-Ke­fer so un­ver­wech­sel­bar macht. Je lau­ter die frü­he­re DGB-Funk­tio­nä­rin und SPD-Po­li­ti­ke­rin in Talk­shows oder auf Kund­ge­bun­gen ih­ren Stand­punkt ver­tei­digt, des­to hö­her und durch­drin­gen­der wird die­se Stim­me. Umso grö­ßer das Er­stau­nen, als die zier­li­che, ja fast zer­brech­li­che Per­son in ei­nem Ber­li­ner Café sitzt und aus ih­rem Le­ben er­zählt: Sie spricht lei­se, mit wei­chem, na­he­zu sanf­tem Ton­fall. Das Schril­le, das man von ih­ren Auf­trit­ten her kennt, ist im pri­va­ten Um­feld völ­lig ver­flo­gen.

Ge­blie­ben ist, was sie ihr ge­sam­tes Le­ben hin­durch ge­prägt hat: das En­ga­ge­ment für all die­je­ni­gen, de­ren ein­zi­ges Ka­pi­tal die Ar­beits­kraft ist. Egal ob die pro­mo­vier­te Volks­wir­tin Vor­trä­ge hält oder Kom­men­ta­re im In­ter­net ver­öf­fent­licht (vor­wärts.de, taz.de), fast im­mer geht es ihr um die Wah­rung von Ar­beit­neh­mer­inter­es­sen.

Auch die The­men ih­rer Vor­le­sun­gen ran­ken sich um Be­schäf­ti­gungs­po­li­tik. Un­mit­tel­bar nach­dem En­ge­len-Ke­fer 2006 aus dem Amt der stell­ver­tre­ten­den DGB-Vor­sit­zen­den aus­ge­schie­den war, be­müh­te sie sich um die Be­ru­fung zur Lehr­be­auf­trag­ten und Ho­no­rar­pro­fes­so­rin. Seit­her ist sie an vier ver­schie­de­nen Hoch­schu­len tä­tig, un­ter an­de­rem an der Hoch­schu­le der Bun­des­agen­tur für Ar­beit. „Ich ar­bei­te jetzt min­des­tens so viel wie zu mei­ner DGB-Zeit“, sagt En­ge­len-Ke­fer, „weil ich ja al­les al­lein or­ga­ni­sie­ren muss, vom Bu­chen der Rei­sen bis hin zum Tip­pen der Ma­nu­skrip­te auf dem Lap­top.“

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 4/2012.