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Ehe am Ende

Diehl Kooperationspartner Thales verabschiedet sich.

Flug­zeug­aus­stat­tung von Diehl Airca­bin

Kaum ei­ner hat­te er­war­tet, dass dem ehe­ma­li­gen Air­bus-Werk im ober­schwä-bi­schen Laupheim ein­mal ein durch­schla­gen­der Er­folg be­schert sein wür­de. Im Ge­gen­teil: Als die bei­den Rüs­tungs- und Tech­no­lo­gie­kon­zer­ne Diehl und Tha­les im Herbst 2008 die Pro­duk­ti­on zur Aus­stat­tung von Flug­zeug­ka­bi­nen über­nah­men, herrsch­te un­ter den Be­schäf­tig­ten gro­ße Angst um die Ar­beits­plät­ze.

Mitt­ler­wei­le hat sich die An­zahl der da­mals 1100 Jobs so­gar er­höht, der Um­satz von Diehl Airca­bin ist auf 350 Mil­lio­nen Euro ge­stie­gen, und die Auf­trags­bü­cher quel­len über. Gleich­wohl wird sich Tha­les aus dem Joint Ven­ture ver­ab­schie­den. Die Fran­zo­sen wol­len sich ganz auf Ver­tei­di­gungs­tech­nik und Elek­tro­nik kon­zen­trie­ren; Schlaf­ka­bi­nen für Flug­be­glei­ter und Ge­päck­fä­cher pas­sen da nicht mehr ins Pro­gramm.

Noch ist of­fen, wie es in Laupheim wei­ter­geht. Die Fa­mi­li­en­stif­tung Diehl könn­te die 51 Pro­zent, die sie an der Ge­sell­schaft hält, um die Tha­les-An­tei­le auf­sto­cken. Es lau­fen aber auch Son­die­rungs­ge­sprä­che mit fran­zö­si­schen und ame­ri­ka­ni­schen In­ter­es­sen­ten. Die Ver­bin­dung mit ei­nem US-Part­ner wäre für die Fran­ken reiz­voll, weil dann die Chan­cen zu­näh­men, nicht nur die Ka­bi­nen von Air­bus, son­dern auch die von Boe­ing-Ma­schi­nen aus­zu­stat­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2012.