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Frauenwirt­schaft

Medien Die großen deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage werden von Frauen kontrolliert. Wie gehen sie mit ihrer Macht um?

Pe­tra Grot­kamp Die Toch­ter des Ver­le­gers Ja­kob Fun­ke hat im Ja­nu­ar den 50-Pro­zent-An­teil der Fa­mi­lie Brost an der WAZ über­nom­men, wei­te­re 16,7 Pro­zent ge­hö­ren ihr über die Fun­ke-Fa­mi­li­en­ge­sell­schaft. WAZ-Grup­pe: Mit ei­nem Um­satz von rund ei­ner Mil­li­ar­de Euro ge­hört das Es­se­ner Un­ter­neh­men zu den größ­ten eu­ro­päi­schen Re­gio­nal­zei­tungs­ver­la­gen ("West­deut­sche All­ge­mei­ne“, „West­fä­li­sche Rund­schau").

Viel re­den moch­te Pe­tra Grot­kamp nach ih­rem Coup nicht. Der haus­ei­ge­nen „West­deut­schen All­ge­mei­nen“, die ihr nun mehr­heit­lich ge­hör­te, gab sie Ende Ja­nu­ar ein In­ter­view, das sie für auf­schluss­reich ge­hal­ten ha­ben mag, das aber größ­ten­teils ihr Mann Gün­ther Grot­kamp be­stritt, der ehe­ma­li­ge Chef des Zei­tungs­ver­lags, eine Ei­che aus dem Re­vier, 85 Jah­re alt.

Sie selbst be­ant­wor­te­te nur drei Fra­gen, nann­te als Tat­mo­tiv ih­ren Wunsch, dass die WAZ „ein Fa­mi­li­en­un­ter­neh­men“ blei­be, und setz­te da­nach ihr jahr­zehn­te­lan­ges Schwei­gen fort.

Als die Ver­le­ger­toch­ter An­fang die­ses Jah­res die Macht bei der WAZ-Grup­pe über­nahm, mar­kier­te dies nicht nur ei­nen Neu­an­fang in der Ge­schich­te des Es­se­ner Zei­tungs­hau­ses, son­dern auch ei­nen Wen­de­punkt für die deut­sche Me­di­en­welt als sol­che: Erst­mals ste­hen die meis­ten Groß­ver­lags­häu­ser un­ter weib­li­cher Kon­trol­le.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 7/2012.