Drahtzieher

Ein harter Hund

Der Chairman des Duftherstellers Coty ist der entscheidende Mann für die Milliardärsfamilie Reimann.

Bart Becht (56) ist es ge­wohnt, mit gro­ßen Sum­men zu han­tie­ren. Schon als Vor­stands­chef des Kon­sum­gü­ter­kon­zerns Re­ckitt Ben­cki­ser (Cal­gon, Cle­ara­sil) tä­tig­te er Zu­käu­fe in Mil­li­ar­den­hö­he. In­zwi­schen wirkt er als In­vest­ment­be­ra­ter der deut­schen Mil­li­ar­därs­fa­mi­lie Rei­mann, die ne­ben An­tei­len an Re­ckitt Ben­cki­ser auch die Mehr­heit am Duft­her­stel­ler Coty (Chloé, Jil San­der) hält und mit La­be­lux (Bal­ly, Bel­staff) eine ei­ge­ne Lu­xus­hol­ding be­treibt.

Für glo­ba­les Auf­se­hen sorg­te der Hol­län­der im Früh­jahr mit ei­nem ver­we­ge­nen Plan. Er woll­te Coty - Jah­res­um­satz: 3,6 Mil­li­ar­den Euro - mit dem mehr als dop­pelt so gro­ßen US-Ri­va­len Avon ver­schmel­zen. Als Co-In­ves­tor hol­te er so­gar Star­an­le­ger War­ren Buf­fett (81) mit ins Boot. Das Kauf­an­ge­bot über 10,7 Mil­li­ar­den Dol­lar zog Becht, der dem Coty-Auf­sichts­rat vor­sitzt, we­nig spä­ter wie­der zu­rück. An­geb­lich, weil das Avon-Ma­nage­ment nicht mit­spiel­te.

Der ers­te Kauf­ver­such schei­ter­te je­doch vor al­lem dar­an, dass Becht den Avon-Ak­tio­nä­ren le­dig­lich Bar­mit­tel für ihre An­tei­le bie­ten konn­te. Vie­le In­ves­to­ren, die an der Über­nah­me­sto­ry lang­fris­tig mit­ver­die­nen woll­ten, ak­zep­tier­ten nur Ak­ti­en als Zah­lungs­mit­tel.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2012.