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Kion Der Staplerhersteller erhält Angebot aus China.

Es ist eine un­auf­fäl­lig ge­stal­te­te Web­site, mit der sich Shan­dong Hea­vy In­dus­try im In­ter­net prä­sen­tiert. Der Hin­ter­grund ist in de­zen­tem Schwarz ge­hal­ten. In ei­nem wei­ßen Rah­men pran­gen ein paar Bil­der von Stra­ßen und Bau­ma­schi­nen. Dass sich hin­ter der mit­tel­stän­disch an­mu­ten­den Fas­sa­de ein Kon­zern­kon­glo­me­rat mit fast 15 Mil­li­ar­den Euro Um­satz ver­birgt, das wis­sen hier­zu­lan­de bis­lang nur we­ni­ge.

Doch das kann sich schon bald än­dern. Der chi­ne­si­sche Mul­ti­kon­zern ist näm­lich ge­ra­de auf Ein­kaufs­tour in Eu­ro­pa. Erst im Ja­nu­ar ha­ben die Chi­ne­sen den ita­lie­ni­schen Jacht­her­stel­ler Fer­ret­ti für 374 Mil­lio­nen Euro über­nom­men. Nun hat das Un­ter­neh­men ein noch deut­lich grö­ße­res Ziel aus­ge­macht. Der Kon­zern bas­telt am Ein­stieg beim deut­schen Stap­ler­her­stel­ler Kion. Wie aus Un­ter­neh­mens­krei­sen ver­lau­tet, gibt es der­zeit fort­ge­schrit­te­ne Ver­hand­lun­gen über eine 25-pro­zen­ti­ge Be­tei­li­gung an dem Wies­ba­de­ner Kon­zern. Be­glei­tet wer­den die Ge­sprä­che von der ja­pa­ni­schen In­vest­ment­bank No­mu­ra.

Der Ein­stieg soll über eine Ka­pi­tal­er­hö­hung er­fol­gen. Da­für müss­ten die Chi­ne­sen Schät­zun­gen zu­fol­ge zwi­schen 700 und 800 Mil­lio­nen Euro be­zah­len. Die bis­he­ri­gen Ei­gen­tü­mer, die US-In­ves­to­ren Kohl­berg Kra­vis Ro­berts (KKR) und Gold­man Sachs Ca­pi­tal, hat­ten das Un­ter­neh­men 2006 für rund vier Mil­li­ar­den Euro von Lin­de ge­kauft, muss­ten 2009 je­doch Geld nach­schie­ßen, weil Kion von ei­nem schwe­ren Ab­satz­rück­gang ge­trof­fen war. An den Bör­sen­plä­nen für Kion soll sich laut In­si­dern auch mit ei­nem neu­en An­teils­eig­ner nichts än­dern. Ein IPO wird in Ban­ken­krei­sen al­ler­dings nicht vor 2013 er­war­tet.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2012.