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Kilometergeld

RWE Chef Terium baut um und greift durch. Macht der Konzern nun auch noch das regionale Stromnetz zu Geld?

RWE-Len­ker Te­ri­um muss Fir­men ver­kau­fen

Es gibt un­ter­neh­me­ri­sche Pro­jek­te, die brau­chen Pu­bli­kum, die drän­gen in die Öffent­lich­keit wie al­tern­de Sport­stars oder Film­stern­chen. Die Ein­wei­hung des RWE-Braun­koh­le­kraft­werks im rhei­ni­schen Gre­ven­broich Mit­te Au­gust war ein sol­ches Event: Eine der größ­ten In­ves­ti­tio­nen der Kon­zern­ge­schich­te (2,6 Mil­li­ar­den Euro) star­te­te PR-wirk­sam vor 400 Gäs­ten das ka­pi­ta­le Trio Pe­ter Te­ri­um (48; RWE-Vor­stands­chef), Han­ne­lo­re Kraft (51; NRW-Mi­nis­ter­prä­si­den­tin) und Pe­ter Alt­mai­er (54; Bun­des­um­welt­mi­nis­ter).

Man­che Plä­ne und Kon­zep­te ver­fol­gen Un­ter­neh­men eher im Stil­len. Und schon sind wir beim The­ma Strom­net­ze an­ge­langt. Weit­ge­hend un­be­merkt von der Öffent­lich­keit will RWE sei­ne gro­ßen re­gio­na­len Netz­ge­sell­schaf­ten West­fa­len-We­ser-Ems und Rhein-Ruhr per 1. Ja­nu­ar 2013 fu­sio­nie­ren. Ein ge­wal­ti­ges Ka­bel­ge­bil­de ent­steht, mit mehr als 180 000 Ki­lo­me­tern Strom­lei­tun­gen von Trier bis Os­na­brück. Die Fir­ma be­schäf­tigt über 4000 Mit­ar­bei­ter und bün­delt rund fünf Mil­li­ar­den Euro Um­satz.

Der Zu­sam­men­schluss, der re­gu­la­to­ri­schen Vor­ga­ben folgt, spart nicht nur Kos­ten, er er­leich­tert auch den Ver­kauf von An­tei­len. Schon im No­vem­ber ver­gan­ge­nen Jah­res hat RWE-Vize Rolf Mar­tin Schmitz (55) mit all sei­ner Ver­klau­su­lier­kraft eine sol­che Idee for­mu­liert: Man könn­te ei­nes Ta­ges dar­über nach­den­ken, so der Ma­na­ger auf ei­ner IHK-Ver­an­stal­tung, mög­li­cher­wei­se bis zu 49 Pro­zent der Ge­sell­schaft zu ver­äu­ßern.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2012.