Unternehmen

Alles nur Fassade

Anno August Jagdfeld Erst verloren seine Anleger viel Geld, jetzt büßt auch der Immobilienkrösus für seinen Größenwahn.

Die Sa­che er­for­der­te höchs­ten Ein­satz. Anno Au­gust Jagd­feld muss­te zwin­gen­de Ar­gu­men­te lie­fern, Zwei­fel aus­räu­men, mit­rei­ßen­de Wor­te fin­den. Erst nach zehn­stün­di­ger Be­ar­bei­tung knick­ten sei­ne Wi­der­sa­cher ein. Meh­re­re Hun­dert re­vol­tie­ren­de An­le­ger lie­ßen da­von ab, Jagd­feld als Chef des Fun­dus-Fonds Nr. 31 ab­zu­set­zen - je­nes Ve­hi­kels, das das Ber­li­ner No­bel­ho­tel „Ad­lon“ fi­nan­zier­te. Mr. Big ("Bild") hat­te in brenz­li­ger Lage ein­mal mehr sei­ne Klas­se un­ter Be­weis ge­stellt.

Knapp ein Jahr spä­ter ruht der Mann, der mit sei­ner Fun­dus-Grup­pe zum wohl pro­mi­nen­tes­ten (und um­strit­tens­ten) deut­schen Im­mo­bi­li­en­krö­sus auf­ge­stie­gen ist, mit aus­drucks­lo­ser Mie­ne in ei­nem tie­fen Fau­teuil im sieb­ten Stock des Ber­li­ner Pracht­baus Quar­tier 206.

Er­neut tobt das Cha­os um ihn her­um. Doch dies­mal hat der 65-Jäh­ri­ge kaum mehr et­was ent­ge­gen­zu­set­zen. Er wirkt, als hät­ten ihm die Fehl­schlä­ge und Que­re­len der ver­gan­ge­nen Jah­re die Luft ge­nom­men. Der frü­her gern be­müh­te Lehr­satz, wo­nach „Op­ti­mis­mus die ein­zi­ge sinn­vol­le Le­bens­art“ sei, kommt nicht mehr über sei­ne Lip­pen.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2012.