Was macht eigentlich ...

Jürgen Hubbert?

Jür­gen Hub­bert (73) zum Ge­spräch zu be­kom­men? Gar nicht so ein­fach. Ge­ra­de ist er mal wie­der auf dem Sprung: Nach Dres­den, wo er das Stif­tungs­ku­ra­to­ri­um der Sem­per­oper lei­tet. Auch Ver­pflich­tun­gen im Schwä­bi­schen rund um sei­ne Hei­mat­stadt Sin­del­fin­gen fül­len sei­nen Ter­min­ka­len­der. Der Ex-Daim­ler-Vor­stand grün­de­te eine Bür­ger­stif­tung, die sich un­ter an­de­rem mit der Prä­ven­ti­on von Ju­gend­kri­mi­na­li­tät be­fasst, er ist Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins der Staats­ga­le­rie Stutt­gart und un­ter­stützt ne­ben­bei noch ein paar Start-ups. „Ich ge­hö­re wohl zu der Grup­pe von Ma­na­gern, die beim Auf­hö­ren zu groß­zü­gig wa­ren, wenn eine Bit­te an sie her­an­ge­tra­gen wur­de“, sagt Hub­bert und fügt hin­zu: „Viel­leicht steckt da­hin­ter auch im­mer ein we­nig die Angst, nach 40 Jah­ren in­ten­si­ver Ar­beit in ein Loch zu fal­len.“

Die Ge­fahr war durch­aus real nach sei­ner Pen­sio­nie­rung. Der da­ma­li­ge Kon­zern­chef Jür­gen Schrempp ver­ab­schie­de­te den lang­jäh­ri­gen Mis­ter Mer­ce­des im Jahr 2005 kühl. Der Grund: Die Mar­ke mit dem Stern steck­te in ei­ner Qua­li­täts­kri­se; rei­hen­wei­se blie­ben E-Klas­se-Mo­del­le mit Elek­tro­nik­pro­ble­men lie­gen, zum Ent­set­zen treu­er Ta­xi­fah­rer, und dann wa­ren da noch die Bil­der von der kip­pen­den A-Klas­se beim Elch-Test. „Je­der macht Feh­ler, und ich ste­he zu mei­nen. Ich habe da­mals mei­nen Rück­tritt an­ge­bo­ten“, sagt Hub­bert. Schrempp lehn­te ab.

Schließ­lich ver­dank­te er dem Lei­ter der Mer­ce­des Car Group (Mer­ce­des, Smart) auch ei­ni­ges. Hub­bert hat­te die Mar­ke um neue Bau­rei­hen wie den Ge­län­de­wa­gen ML oder den Roads­ter SLK er­wei­tert und Ab­satz und Um­satz der Stern­trä­ger bin­nen zehn Jah­ren fast ver­dop­pelt.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 9/2012.