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Chefpilot im Anflug

Lufthansa Carsten Spohr soll die Fluglinie führen - und mächtiger sein als Vorgänger Franz.

An­triebs­stark: Cars­ten Sp­ohr macht sich be­reit für den Auf­stieg

_____Wolf­gang May­r­hu­ber (66) liebt die läs­si­ge At­ti­tü­de. Schon als Vor­stands­chef der Luft­han­sa ver­mied er es tun­lichst, ge­hetzt zu wir­ken. Als Vor­sit­zen­der des Auf­sichts­rats bleibt er sei­ner Li­nie treu. Mit­te Sep­tem­ber ging ihm über­ra­schend Kon­zern­len­ker Chris­toph Franz (53) von der Fah­ne, der sei­nen Ver­trag nicht ver­län­gern mag. Doch von Eile bei der Su­che nach ei­nem Nach­fol­ger will May­r­hu­ber nichts wis­sen. „Wir sind nicht un­ter Hand­lungs­druck“, be­schwich­tigt er. Der Ver­trag von Franz lau­fe ja noch bis Ende Mai 2014. Au­ßer­dem gehe „Qua­li­tät vor Schnel­lig­keit“.

Klingt gut, hat aber we­nig mit der Rea­li­tät zu tun. Tat­säch­lich las­tet auf May­r­hu­ber die drin­gen­de Er­war­tung, die Top­per­so­na­lie schleu­nigst zu re­geln. Schon in der kom­men­den Auf­sichts­rats­sit­zung am 4. De­zem­ber soll die neue Spit­zen­kraft ge­wählt wer­den.

Un­ver­dros­sen hat Wolf­gang May­r­hu­ber ei­nen Per­so­nal­be­ra­ter en­ga­giert, schon um sich spä­ter nicht den Vor­wurf ein­zu­han­deln, er habe kopf­los und ohne fach­li­che Prü­fung ge­han­delt. Seit sei­ner um­strit­te­nen Wahl an die Spit­ze des Auf­sichts­rats im Mai, die bei­na­he am Wi­der­stand ame­ri­ka­ni­scher Fi­nanz­be­ra­ter ge­schei­tert wäre, will er je­den Feh­ler ver­mei­den. Mit der Ta­lent­su­che be­auf­trag­te er den Mün­che­ner Head­hun­ter Berndt Fulghum (49).

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.