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Zukunft verkauft

ThyssenKrupp Ein Vertrag, den Ex-Vorstand Hippe aushandelte, erschwert den Ausstieg in Brasilien.

Teu­rer Ver­trag: Ein Deal von Alan Hip­pe bin­det Thys­sen­Krupp die Hän­de

_____ Als Alan Hip­pe (46) vor knapp drei Jah­ren sein Kurz­zei­t­en­ga­ge­ment als obers­ter Fi­nan­zer bei Thys­sen­Krupp auf­gab, da trau­er­te man ihm nicht son­der­lich nach. Kein Dank für die in zwei Jah­ren ge­leis­te­te Ar­beit. Kei­ne gu­ten Wün­sche für die wei­te­re Zu­kunft als Fi­nanz­chef beim Phar­ma­kon­zern Ro­che. Hip­pe er­schien den Gran­den zu sehr auf die ei­ge­ne Kar­rie­re be­dacht.

In­zwi­schen weiß Kon­zern­chef Hein­rich Hie­sin­ger (53) - da­mals noch nicht im Amt -, dass es trif­ti­ge­re Grün­de für die knap­pe Ver­ab­schie­dung ge­ge­ben hät­te. Der Hie­sin­ger-Vor­stand soll er­schüt­tert über eine Hin­ter­las­sen­schaft Hip­pes ge­we­sen sein, heißt es in Kon­zern­krei­sen.

Der Ver­druss über den Ro­che-Mann ent­zün­det sich - wie könn­te es bei Thys­sen­Krupp in die­sen Zei­ten an­ders sein - an den Fehl­in­ves­ti­tio­nen des Kon­zerns in Ame­ri­ka. Der Vor­gang reicht zu­rück in das Jahr 2009. Da­mals deu­te­te sich das De­sas­ter bei dem bra­si­lia­ni­schen Stahl­werks­pro­jekt be­reits mit dras­ti­schen Kos­ten­über­schrei­tun­gen an. Des­halb ent­schloss sich der Ei­gen­tü­mer, 17 Pro­zent der Thys­sen­Krupp CSA Si­derúr­gi­ca do At­lân­ti­co Ltda. - so heißt die Werks­fir­ma - an den bra­si­lia­ni­schen Mi­nen­kon­zern und Part­ner Vale zu ver­kau­fen, dem schon 10 Pro­zent an CSA ge­hör­ten.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.