Unternehmen

Methode Mehdorn

MISSMANAGEMENT Große Worte, wenig Wirkung - Hartmut Mehdorn macht das Chaos am Pannen-Airport BER komplett.

Still­stand auf der Pis­te: Hart­mut Meh­dorn am künf­ti­gen Haupt­stadt­flug­ha­fen BER

Sie hät­ten sich leicht in ei­nem ih­rer groß­zü­gi­gen Bü­ros ver­ab­re­den kön­nen. Doch die Sa­che schien den Her­ren wohl zu de­li­kat. So wähl­ten die drei Spit­zen­po­li­ti­ker - Ber­lins Bür­ger­meis­ter Klaus Wo­wer­eit (60; SPD), Ver­kehrs­mi­nis­ter Pe­ter Ram­sau­er (59; CSU) und ein hoch­ran­gi­ger Ver­tre­ter Bran­den­burgs - für ihre Zu­sam­men­kunft am Abend des 21. Ok­to­ber eine Ber­li­ner Pri­vat­woh­nung.

Das Trio woll­te dis­kret be­ra­ten, wie es wei­ter­ge­hen soll­te an der Spit­ze der Flug­ha­fen Ber­lin Bran­den­burg GmbH (FBB), die den neu­en Haupt­stadt-Air­port BER baut. Wie­der­holt hat­te FBB-Chef Hart­mut Meh­dorn (71) ge­for­dert, den Tech­nik­ge­schäfts­füh­rer Horst Amann (60) ab­zu­set­zen. Im Raum stand nun die Be­fürch­tung, Meh­dorn wer­de hin­schmei­ßen, soll­te Amann nicht end­lich wei­chen. Das Drohsze­na­rio hat of­fen­bar ge­wirkt. Zwei Tage spä­ter, in der nächs­ten Auf­sichts­rats­sit­zung, wur­de der miss­lie­bi­ge Amann ab­ge­setzt und in eine Toch­ter­fir­ma ver­bannt.

Was die Po­li­ti­ker trieb, Meh­dorn nach­zu­ge­ben, ist klar. Sie woll­ten in ei­ner kipp­li­gen Lage ein we­nig Sta­bi­li­tät er­hal­ten. Der neue Air­port wird und wird nicht fer­tig, die Kos­ten dro­hen aus­zu­ufern. Ris­kiert man da den Ab­gang des Chefs, den man erst An­fang März ein­ge­stellt hat?

Sie lesen die Vorschau

Sie haben diese Ausgabe bereits gekauft oder ein digitales Abo? Dann melden Sie sich mit Ihrer manager-ID an, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.