Unternehmen

Eflop mit Ansage

Nokia Selbst ein Chef mit Charisma und ein mächtiger Verbündeter konnten die Handygroßmacht nicht retten. Denn nirgendwo werden Fehler schneller bestraft als in der Tech-Branche. Ein Lehrstück aus Finnland.

Aus der Traum: Ste­phen Elop, No­kia-Chef 21. Sep­tem­ber 2010 bis 3. Sep­tem­ber 2013

Da steht er nun mit die­sem rot leuch­ten­den Ge­rät in der Hand, er hält es in die Höhe, lä­chelt. Auf­blit­zen­de Ka­me­ras, klat­schen­de Hän­de. Es ist die letz­te No­kia-Haus­mes­se Ende Ok­to­ber in Abu Dha­bi, Ste­phen Elops (49) letz­ter gro­ßer Auf­tritt an der Spit­ze des Han­dy­her­stel­lers. Und Elop hat der Welt eine Neu­ig­keit mit­ge­bracht: Er prä­sen­tiert das ers­te No­kia-Ta­blet.

Schön ist es ge­wor­den. Hand­lich und an­ders als der Rest, es kommt in mun­te­rem Rot, Blau oder Gelb da­her. Die Kom­men­ta­to­ren wer­den viel Gu­tes dar­über schrei­ben. Doch wie so oft in der jün­ge­ren Ge­schich­te des fin­ni­schen Kon­zerns kommt No­kia da­mit zu spät.

Da­bei reich­ten Ma­na­ger ein sol­ches Ta­blet schon Mit­te 2012 bei Part­nern her­um, die Hard­ware da­für war längst fer­tig. Aus­ge­rech­net Mi­cro­soft, der gro­ße Ver­bün­de­te, der nächs­tes Jahr No­ki­as Han­dy­spar­te ganz über­neh­men will, hat­te die Fin­nen aber nicht auf die Lis­te sei­ner prä­fe­rier­ten Part­ner für das Ta­blet-Be­triebs­sys­tem Win­dows RT ge­setzt. Statt­des­sen hat­ten sie in Red­mond lie­ber Asus aus Tai­wan den Vor­zug ge­ge­ben.

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Den vollständigen Artikel lesen Sie in der Ausgabe 12/2013.